Wirtschaftsministerium warnt: Reise-Website Reizendeals.nl lockt in die Falle

<p>Urlaubsfalle im Netz: Belgische Behörde warnt vor Reizendeals.nl.</p>
Urlaubsfalle im Netz: Belgische Behörde warnt vor Reizendeals.nl. | Screenshot: GrenzEcho

Allein in den vergangenen fünf Jahren gingen bei der Wirtschaftsinspektion 146 Beschwerden über die Plattform ein, davon 87 in den letzten sechs Monaten. Schon früher war die Behörde gemeinsam mit der niederländischen Aufsichtsbehörde ACM gegen Reizendeals.nl vorgegangen. Damals wurde die Seite angepasst – doch offenbar nicht genug.

Das Problem: Anders als seriöse Anbieter führt Reizendeals seine Kundschaft nicht Schritt für Schritt durch den Buchungsprozess. Stattdessen wird sofort ein „Basispaket“ samt Preis präsentiert – mit winzig gedruckten Geschäftsbedingungen, die leicht übersehen werden. Wer zustimmt, schließt unbewusst einen bindenden Vertrag ab.

Erst danach können persönliche Daten angegeben und kostenpflichtige Zusatzoptionen ausgewählt werden. Diese tauchen später auf einer separaten Rechnung auf. Wer versucht, eine versehentlich gebuchte Reise zu stornieren, muss mit hohen Stornogebühren rechnen.

Für das Wirtschaftsministerium handelt es sich klar um eine „irreführende Geschäftspraxis“, die sogar als aggressiv einzustufen sei. Zwar habe die Website inzwischen einzelne Punkte verbessert und weitere Schritte angekündigt – doch die Behörde fordert „durchgreifendere Maßnahmen“.

Bis dahin rät die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Lien Meurisse, den Betroffenen: „Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, zahlen Sie nicht und fechten Sie die Rechnung beim Inkassobüro an.“ (belga/calü)

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