Der PS-Chef zeichnete ein düsteres Bild der politischen Lage. Der einst strikte „Cordon sanitaire“ – eine parteiübergreifende Übereinkunft, die rechtsextreme Formationen von Regierungskoalitionen ausschließt – existiere heute praktisch nicht mehr, so Magnette.
Magnette fordert, dass alle demokratischen Kräfte den Kampf gegen Rechtsextremismus zur obersten Priorität machen. Bei den Liberalen unter Georges-Louis Bouchez sieht er das jedoch nicht. Dort beobachte man „Aggressivität, polarisierende Botschaften und das Spielen mit rassistischen Gefühlen – teils offen, teils subtil“. Das erschwere die Beziehungen seiner Partei zur MR erheblich.
Als Beispiel nannte Magnette eine MR-Veranstaltung am Mittwochabend, bei der die französische Soziologin Florence Bergeaud-Blackler sprach – eine Autorin, die laut Magnette „dem rechten Rand nahesteht“. Zudem habe die MR „ehemalige Mitglieder der extremen Rechten“ in ihren Reihen aufgenommen. „Es gibt bei der MR eine Strategie, die extreme Rechte in sich aufzunehmen. Das macht mir große Sorgen“, so Magnette abschließend. (belga/calü)

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