Pro & Contra: Ist die Absage an Dirigent Lahav Shani richtig?
Meinung
Von Raza Tafilaj und Christian Schmitz
Lesedauer: 3 min
An dieser Stelle beleuchtet die GrenzEcho-Redaktion das aktuelle Zeitgeschehen aus zwei gegensätzlichen Blickwinkeln. Heute geht es um die Ausladung der Münchner Philharmoniker unter Leitung des israelischen Dirigenten Lahav Shani beim „Gent Festival van Vlaanderen“. Dies hat eine heftige Kontroverse ausgelöst. War dieser Schritt richtig? Ja, sagt Redakteurin Raza Tafilaj (Pro), Nein findet dagegen Chefredakteur Christian Schmitz (Contra).
Der israelische Dirigent Lahav Shani (rechts) sollte beim „Gent Festival van Vlaanderen“ die Münchner Philharmoniker leiten. Der Auftritt wurde kurzfristig abgesagt – die Entscheidung löste eine Debatte über Kunst und Politik aus.
| Foto: picture alliance/dpa
Pro – Raza Tafilaj:
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Von Erwin Haep - Mittwoch 17 September 2025, 10:56
Ich bin dem G-E dankbar für dieses pro und contra. Zumindest gibt es nicht nur "eine" Meinung. Auch der Hinweis auf die Mitverantwortung und "Verflechtung" (R.T.) der Kultur ist gerechtfertigt. Kritische Künstler wie Böll, Grass, bei uns Derwahl und Kartheuser können sensibel in unserer aufgeklärten Demokratie gehört werden..
In den ARD-Tagesthemen kam ein deutscher israelischer Künstler zu Wort, der behauptend überhaupt keine Relativierung zuließ. Durch die fehlende Differenzierung, "koste es, was es wolle", alles in der Macht stehende durchkämpfen, wird das pro und contra im Keim erstickt.
Deutschland tut sich aufgrund des Genozid an den Juden in der Diskussion natürlich schwer, doch sollte es nicht die moralische Keule schwingen.
Kommentare
Ich bin dem G-E dankbar für dieses pro und contra. Zumindest gibt es nicht nur "eine" Meinung. Auch der Hinweis auf die Mitverantwortung und "Verflechtung" (R.T.) der Kultur ist gerechtfertigt. Kritische Künstler wie Böll, Grass, bei uns Derwahl und Kartheuser können sensibel in unserer aufgeklärten Demokratie gehört werden..
In den ARD-Tagesthemen kam ein deutscher israelischer Künstler zu Wort, der behauptend überhaupt keine Relativierung zuließ. Durch die fehlende Differenzierung, "koste es, was es wolle", alles in der Macht stehende durchkämpfen, wird das pro und contra im Keim erstickt.
Deutschland tut sich aufgrund des Genozid an den Juden in der Diskussion natürlich schwer, doch sollte es nicht die moralische Keule schwingen.
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