Im Vorjahr lag die Quote für denselben Zeitraum noch bei 7,5 %. Verglichen mit dem Corona-Jahr 2020 haben inzwischen sogar 41,2 % mehr Beschäftigte ihren Arbeitgeber verlassen.
Die meisten Kündigungen gehen von den Arbeitnehmern selbst aus: 38,4 % entschieden sich in der ersten Jahreshälfte für einen Jobwechsel – ein leicht höherer Anteil als in den Vorjahren, jedoch niedriger als 2021 und 2022. In 22,4 % der Fälle beendeten die Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis – der höchste Wert seit vier Jahren. In weiteren 28 % der Fälle geschah die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen, 11,2 % gingen in Rente.
„Es gibt mehrere Gründe, ein festes Arbeitsverhältnis zu beenden. Die anhaltende Knappheit auf dem Arbeitsmarkt spielt vielen Beschäftigten in die Karten, insbesondere jenen mit gefragtem Profil. Sie können leichter bessere Bedingungen aushandeln – vor allem jüngere Arbeitnehmer“, erklärt Nathalie Florent, Senior Tax & Legal Consultant bei Acerta. „Wenn Arbeitgeber kündigen, hängt das oft mit geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zusammen, die Umstrukturierungen oder Reorganisationen nach sich ziehen.“
Die Unterschiede zwischen den Branchen sind groß: Im
Auffällig ist zudem, dass die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten sinkt. Während Arbeitnehmer, die im vergangenen Jahr kündigten, im Schnitt 8 Jahre und 4 Monate im Unternehmen waren, sind es aktuell nur noch 7 Jahre und 10 Monate.
Für die Studie hat Acerta die Daten von rund 18.000 Unternehmen mit insgesamt 257.000 Angestellten in unbefristeten Verträgen ausgewertet. (belga/rt)

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