Bereits in der vergangenen Woche hatten die Verantwortlichen entschieden, das für den 18. September geplante Konzert abzusagen. Begründet wurde die Maßnahme mit Shanis Funktion als Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra vor dem Hintergrund des anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikts.
Das Festival betonte, die Entscheidung sei keinesfalls aufgrund der Herkunft oder Nationalität Shanis getroffen worden, und seine persönliche Integrität stehe nicht infrage. Man bedauere die entstandene Aufregung, halte jedoch an der Absage fest. Künftige Programme sollten weiterhin auf künstlerische Verbindungen und Inklusion setzen.
Als weiteres Argument führte das Festival eine Einschätzung der Genter Polizei an, wonach es bei Durchführung des Konzerts zu Störungen hätte kommen können.
Die Entscheidung löste politische Kontroversen aus. Flanderns Kulturministerin Caroline Gennez (Vooruit) stellte sich hinter das Vorgehen des Festivals. Die N-VA hingegen sprach von Diskriminierung. Ihr Vorsitzender, Bart De Wever, besuchte am Wochenende sogar ein Konzert der Münchner Philharmoniker unter der Leitung Shanis in Essen. (belga/rt)

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