Kompany verrät Grund für HSV-Abschied 2008: „War so sauer“

<p>Vincent Kompany 2007 im HSV-Trikot</p>
Vincent Kompany 2007 im HSV-Trikot | Foto: dpa

Der HSV hatte den Defensivakteur im Sommer 2008 vorzeitig von Olympia zurückbeordert, obwohl Belgien bei den Sommerspielen in Peking um die Medaillen kämpfte (0:3-Niederlage gegen Brasilien im Spiel um Bronze). Und zu allem Überfluss setzte ihn Trainer Martin Jol dann im Eröffnungsspiel in München nur auf die Bank. „Ich habe gesagt: Das geht nicht!“, schilderte Kompany. Er erinnerte sich daran, dass andere Bundesligaspieler bis zum Schluss bei Olympia auflaufen durften.

„Das war für mich aus Prinzip inakzeptabel“, betonte er. Nach der damaligen Partie (2:2), bei der der HSV übrigens zum bislang letzten Mal in München punktete, habe Kompany noch am Flughafenhotel in München entschieden, nicht mehr für Hamburg zu spielen. „Ich muss aus Prinzip was anderes machen“, habe er sich gesagt. Er sei dabei auch von seinem Vater, der auf einen Verbleib beim HSV drängte, nicht umzustimmen gewesen. Kompany ging zu Manchester City, wo er durchstartete und viele Titel holte.

Trotz des unglücklichen Abschieds habe er seine Station beim HSV, wo Kompany zwei Jahre von 2006 bis 2008 spielte, aber als „warm“ in Erinnerung. „Die Zeit in Hamburg war auch persönlich nicht einfach, aber zur gleichen Zeit auch sehr schön“, erzählte der 39-Jährige. „Meine Mutter ist in dieser Zeit gestorben, meine Schwester hatte auch Krebs. Ich war verletzt, Achillessehnenriss, neun Monate. Es war nicht einfach, aber trotzdem habe ich viele Freunde bekommen in Hamburg, viel bekommen vom Verein, viel Unterstützung auch. Für mich ist immer eine Verbindung geblieben.“ (dpa/tf)

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