Erste Alarmstufe ausgelöst: Sechs Infektionen mit Legionellen in Maasmechelen

<p>Petrischale mit Proben von Legionellen</p>
Petrischale mit Proben von Legionellen | Illustrationsfoto: Federico Gambarini/dpa

„Aufgrund der sechs Fälle wurde nun die erste Alarmstufe ausgelöst. Es ist meine Aufgabe, die anderen Hausärzte zu informieren und auf Menschen zu achten, die beispielsweise mit Husten zur Sprechstunde kommen, um gegebenenfalls zu überprüfen, ob es sich um Legionellen handeln könnte“, erklärt Hurkens.

Seit vergangenem Donnerstag wurden in Maasmechelen die ersten Fälle festgestellt. Nach dem Wochenende kamen weitere Infektionen ans Licht. „Ich habe keine Ahnung, wo sich der Infektionsherd befindet. Es ist Aufgabe der Provinzmedizinischen Kommission von Limburg und der übergeordneten Behörde, dem Departement Zorg, dies zu untersuchen. Das Legionellenbakterium ist ein Mikroorganismus, der sich in oft veralteten Sanitäranlagen befinden kann. Bei einer Wassertemperatur von mindestens 55 Grad im Boiler kann der Mikroorganismus nicht überleben, aber aus Gründen der Energieeinsparung stellen die Menschen die Temperatur manchmal niedriger ein, wodurch sich das Bakterium besser vermehren kann“, so Hurkens.

Legionellen können über Wasser oder Wasserdampf auf Menschen übertragen werden. Es gibt Gerüchte, dass die Infektionen im Maasland ihren Ursprung in einer industriellen Sprinkleranlage haben, aber die Untersuchungen dazu dauern noch an.

Infizierte Personen können eine leichte oder schwere Lungenentzündung entwickeln. Hurkens selbst hat in seiner vierzigjährigen Karriere nur einmal erlebt, dass die Bakterien auf das Gehirn einer Person übergegriffen haben. (belga/arco)

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