Riskante Überholmanöver Hauptursache für Radunfälle in der Wallonie

<p>Verkehrssicherheitsagentur warnt vor gefährlichen Situationen für Radfahrer.</p>
Verkehrssicherheitsagentur warnt vor gefährlichen Situationen für Radfahrer. | Foto: belga

Im Jahr 2024 registrierte die Polizei in der Wallonie rund 870 Radunfälle. Doch die Dunkelziffer ist laut AWSR erheblich höher: Nur etwa zehn Prozent der tatsächlichen Unfälle mit Verletzten tauchen überhaupt in der offiziellen Statistik auf. Für die Untersuchung befragte die Agentur knapp 900 Radfahrerinnen und Radfahrer, die in den letzten zwölf Monaten in der Wallonie in einen Unfall verwickelt waren.

Besonders gefährdet sind Alltagsfahrten – zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. 62 % der untersuchten Unfälle passierten genau bei solchen Wegen, häufig während der Stoßzeiten morgens und abends.

Interessant: In fast 60 % der Fälle verunglückten die Radfahrenden ohne Beteiligung anderer. Wenn jedoch ein Auto oder anderes motorisiertes Fahrzeug im Spiel war, handelte es sich in drei von zehn Fällen um eine riskante Überholsituation.

Ein weiteres Problem: das Missachten der Vorfahrt. Rund ein Viertel aller Kollisionen an Kreuzungen (24 %) geht darauf zurück. Zudem kommt es in etwa sieben Prozent der Fälle zu Unfällen, wenn Autos oder Motorräder Radwege kreuzen.

Die Folgen sind oft schmerzhaft. Bei Alleinunfällen verletzen sich drei Viertel der Betroffenen (74 %). Kommt es zur Kollision mit einem Auto, liegt die Quote immer noch bei 67 % – meist mit schwereren Verletzungen. (belga/calü)

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