Großdemo in Brüssel gegen Regime im Iran

<p>Iranische Demonstranten versammelten sich am Samstag am Brüsseler Atomium, um gegen das Regime in Teheran zu protestieren.</p>
Iranische Demonstranten versammelten sich am Samstag am Brüsseler Atomium, um gegen das Regime in Teheran zu protestieren. | Foto: belga

Unter den Rednern war auch Maryam Rajavi, iranische Dissidentin und gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI). Rajavi tritt aus Sicherheitsgründen fast nie öffentlich auf, machte für diese Demon in Brüssel jedoch eine Ausnahme.

Hier im Video einige Eindrücke der Großdemo in Brüssel

Außerdem sprachen der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence (Republikaner), der frühere belgische Premierminister Guy Verhofstadt (Open VLD) sowie John Bercow, von 2009 bis 2019 „Speaker“ im britischen Unterhaus. Die Kundgebung wurde vom Nationalen Widerstandsrat des Iran organisiert und vereinte Kräfte der iranischen Diaspora in Europa. Ziel sei es, die EU zum Handeln gegen das Regime in Teheran zu bewegen, erklärte NWRI-Sprecher Afchine Alavi: „Wir sind heute hier, um unsere Stimme gegen das iranische Regime zu erheben und um Maryam Rajavi in ihrem Plädoyer für eine iranische Demokratie zu unterstützen.“

<p>Maryam Rajavi, Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, war bei der Großkundgebung in Brüssel dabei – ein äußerst seltener öffentlicher Auftritt.</p>
Maryam Rajavi, Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran, war bei der Großkundgebung in Brüssel dabei – ein äußerst seltener öffentlicher Auftritt. | Foto: belga

Die Demonstranten fordern unter anderem europäische Sanktionen, die das Regime schwächen sollen, sowie die Einstufung der Revolutionsgarden als terroristische Organisation. „Mit dieser Demonstration unterstützen wir die Forderung nach einer Entmachtung des iranischen Regimes und nach einem demokratischen, laizistischen Iran“, so Alavi. In ihrer Rede erklärte Rajavi, das einzige Mittel gegen die iranische Krise sei „der Sturz des gesamten Regimes“. Der Zeitpunkt dafür sei gekommen, das Regime sei „wankend“ und das iranische Volk „besser vorbereitet als je zuvor“. Rajavi betonte: „Wir wählen weder Krieg noch Appeasement, sondern einen Regimewechsel. Die Zeit für ein demokratisches Iran ist gekommen!“

<p>Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence (rechts), Ex-Premier Guy Verhofstadt (links) und der ehemalige Speaker des britischen Unterhauses, John Bercow (Mitte), sprachen am Samstag bei der Großkundgebung iranischer Exil-Oppositioneller in Brüssel.</p>
Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence (rechts), Ex-Premier Guy Verhofstadt (links) und der ehemalige Speaker des britischen Unterhauses, John Bercow (Mitte), sprachen am Samstag bei der Großkundgebung iranischer Exil-Oppositioneller in Brüssel. | Foto: belga

Unterstützung erhielt sie von westlichen Politikern. Mike Pence lobte in seiner Ansprache die Angriffe der USA auf iranische Schlüsselziele und sprach von einer „rosigen Zukunft“ für ein demokratisches und nicht-nukleares Iran. „Das nukleare Damoklesschwert ist gefallen, und die Welt sieht die Ayatollahs, wie sie wirklich sind“, sagte Pence. „Eine der größten Lügen des Regimes ist, dass es keine Alternative gebe. (…) Aber wir wissen, dass es eine Alternative gibt: die Demokratie, tief verwurzelt in der Seele des iranischen Volkes!“ Auch Guy Verhofstadt forderte einen Kurswechsel der Europäischen Union. „Die Politik der Beschwichtigung, die wir bisher betrieben haben, hat zu keinerlei Verbesserung geführt. Wir müssen die demokratische Opposition stärker denn je unterstützen“, so der frühere Premier. (belga/sc)

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