Für Aufsehen sorgte nun ein Fall in Brüssel, über den die Zeitung „La Meuse“ berichtete. Ein Kunde wollte sich in einem offiziellen Geschäft eines großen Telekommunikationsanbieters nach einem Kombi-Abo für Internet und Fernsehen erkundigen. Als er die hohen Preise bemängelte, habe ihm der Verkäufer offen ein illegales IPTV-Paket angeboten – für 120 Euro. „Sie bekommen alle Sender, die Sie wollen“, soll der Angestellte gesagt haben. Auf den Einwand, dass dies illegal sei, habe er lediglich erwidert: „Ja, aber warum 300 Euro zahlen, wenn Sie für weniger viel mehr Sender haben?“
Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums handelt es sich dabei um eine besonders schwere Verletzung des Urheberrechts. Verkäufer wie Käufer illegaler IPTV-Abos riskieren ein bis fünf Jahre Haft und Geldstrafen zwischen 4.000 und 800.000 Euro. Für Unternehmen kann die Strafe bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes betragen. (calü)

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