Luftqualität in Brüssel verbessert sich – WHO-Werte weiter überschritten

Die gute Nachricht: Alle europäischen Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO₂), Feinstaub (PM10 und PM2,5), Ozon, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid wurden eingehalten. Viele der strengeren EU-Ziele für 2030 seien bereits erreicht – mit Ausnahme stark verkehrsbelasteter Messstationen entlang des Brüsseler Innenstadtrings.

Ursachen für die Verbesserung sind laut Experten die im Jahr 2018 eingeführte Umwelt- oder Niedrig-Emissions-Zone (LEZ), der schrittweise Abschied vom Diesel, technologische Entwicklungen und ein verstärkter Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel.

Trotz dieser Fortschritte gibt es aber eine klare Einschränkung: Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden nach wie vor nicht erreicht – insbesondere bei Feinstaub (PM2,5), Stickstoffdioxid und Ozon. „Um die Gesundheit der Bevölkerung wirklich zu schützen, müssen die Emissionen weiter reduziert werden – lokal, aber auch europaweit und global“, betont die Organisation.

Denn die Luftverschmutzung bleibt ein ernstes Problem: Laut der Europäischen Umweltagentur waren in Belgien allein im Jahr 2022 rund 4.100 Todesfälle auf Feinstaubbelastung zurückzuführen, weitere 1.230 auf Stickstoffdioxid. Hinzu kommen zahlreiche Fälle von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. (belga/calü)

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