Der Durchschnittsmietpreis in der Wallonie liegt demnach nun bei 879 Euro – so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebung 2018. Besonders kräftig legten die Preise in der Provinz Wallonisch-Brabant zu (+8,4 %). In Wavre wurde erstmals die symbolische Schwelle von 1.000 Euro Monatsmiete überschritten – ein Novum für eine wallonische Provinzhauptstadt.
Nach Einschätzung von Federia-Direktorin Charlotte De Thaye spielt auch die Senkung der Registrierungsgebühr auf drei Prozent eine Rolle: Viele Interessenten wechseln vom Miet- in den Kaufmarkt. Dennoch bleibe das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bestehen – was den Druck auf die Mietpreise weiter erhöhe.
Die Hauptstadt bleibt teuer
In der Hauptstadt Brüssel liegt die Durchschnittsmiete bei 1.346 Euro monatlich für neue Verträge – ein Plus von 26 Euro im Vergleich zu 2024. Für eine Ein-Zimmer-Wohnung zahlen Mieter im Schnitt 1.082 Euro, eine Zwei-Zimmer-Wohnung nähert sich der Marke von 1.500 Euro.
Die Brüsseler Gemeinde Woluwe-Saint-Pierre bleibt die teuerste Kommune (1.483 Euro). Gleichzeitig gibt es inzwischen keine einzige Gemeinde in der Hauptstadtregion, in der der Durchschnittsmietpreis noch unter 1.000 Euro liegt.
Trotz der moderateren Steigerung warnt Federia vor einem möglichen erneuten Preisschub im Herbst. Besonders Wohnungen im unteren Preissegment verschwinden aktuell rasch vom Markt.
In Flandern stiegen die Mieten laut Partnerorganisation CIB im Schnitt um 1,8 Prozent. Für eine Wohnung werden im Mittel 893 Euro fällig, für ein Reihenhaus 1.014 Euro. Am teuersten bleibt der Provinz Flämisch-Brabant. (belga/calü)

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