Einstiegsgehälter steigen in Belgien – besonders für weniger qualifizierte Absolventen

<p>Einstiegsgehälter sind 2025 deutlich gestiegen, besonders bei geringer qualifizierten Abschlüssen.</p>
Einstiegsgehälter sind 2025 deutlich gestiegen, besonders bei geringer qualifizierten Abschlüssen. | Illustrationsbild: picture alliance / dpa-tmn

Hinter diesem Durchschnitt verbergen sich jedoch deutliche Unterschiede. Akademiker steigen im Schnitt mit 2.982 Euro brutto ins Berufsleben ein, Absolventen des höheren Sekundar- bzw. Hochschulunterrichts mit 2.820 Euro, während junge Menschen mit einem Abschluss des höheren Sekundarschulwesens 2.568 Euro und mit einem Abschluss des unteren Sekundarschulwesens 2.227 Euro erhalten.

„In den vergangenen Jahren hat sich dieser Lohnunterschied allerdings merklich verringert“, betont Acerta. So stiegen die Einstiegsgehälter von Akademikern in den letzten sechs Jahren nur um 10,86 Prozent, während sie bei Absolventen mit lediglich einem Abschluss des unteren Sekundarschulwesens um satte 36,12 Prozent zunahmen.

„Wir können feststellen, dass die Lohnschere zwischen den Ausbildungsniveaus kleiner wird – im Einklang mit der wachsenden Bedeutung von Talenten in belgischen Unternehmen“, erklärt Laura Couchard, Juristin bei Acerta Consult. „Der Universitätsabschluss hat nicht mehr das absolute Monopol auf das beste Gehalt. Arbeitgeber achten heute stärker auf Kompetenzen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven, wenn sie Verträge und Gehaltspakete anbieten.“

Allerdings sei zu beachten, dass das Bruttogehalt nur ein Teil des Gesamtpakets sei und das Einstiegsgehalt nicht zwingend die langfristige Entwicklung widerspiegele, relativiert die Expertin.

Die Analyse basiert auf den Daten von rund 560.000 Beschäftigten bei mehr als 34.000 privaten Arbeitgebern. (belga/rt)

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