US Open: Mertens bleibt im Doppelrennen – Osaka schaltet Gauff aus

<p>Elise Mertens steht im Doppel-Viertelfinale</p>
Elise Mertens steht im Doppel-Viertelfinale | Foto: belga

Mertens und Kudermetova schlugen Marta Kostyuk aus der Ukraine und die Rumänin Elena-Gabriela Ruse in der dritten Runde mit 6:4, 6:1. Im Viertelfinale treffen sie nun auf das russische Paar Mirra Andreeva und Diana Shnaider.

Die Limburgerin triumphierte bereits fünfmal in einem Grand-Slam-Doppel, unter anderem 2019 bei den US Open mit Aryna Sabalenka. Gemeinsam mit Kudermetova siegte sie in diesem Jahr in Wimbledon.

Williams erreicht im Doppel das Viertelfinale

Tennis-Ikone Venus Williams bekommt von ihren 25. US Open einfach nicht genug. Die 45-Jährige zog mit der früheren Einzelfinalistin Leylah Fernandez (Kanada) durch ein 6:3, 6:4 gegen Jekaterina Alexandrowa (Russland) und Zhang Shuai (China) ebenfalls ins Viertelfinale des Doppel-Wettbewerbs ein und darf 28 Jahre nach ihrem Debüt in New York leise von einem Sensationstitel träumen.

Für Williams, die nur dank einer Wildcard dabei ist, ist es das erste Doppel-Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier seit 2016. Ihre Partnerin Fernandez (22) wurde drei Jahre nach Williams' erstem von 14 Doppel-Titeln an der Seite ihrer jüngeren Schwester Serena geboren.

Serena coacht das Duo dabei „aus der Ferne“, erzählte Venus Williams nach dem Viertelfinaleinzug: „Sie hat mir Mut zugesprochen und wollte mich heute unbedingt anrufen“, verriet die US-Amerikanerin: „Sie ist so aufgeregt. Sie wird beim Zuschauen so nervös, und sie hat die Kinder dabei, die alle zu Hause sind und uns wirklich unterstützen.“

Im Viertelfinale wartet mit dem an Position eins gesetzten Duo Taylor Townsend/Katerina Siniakova nun aber ein dicker Brocken auf Williams und Fernandez.

Im Einzel hatte Williams, ehemals die Nummer eins der Welt, bei ihrer Rückkehr auf die größte Tennis-Bühne in der ersten Runde gegen Vorjahres-Halbfinalistin Karolina Muchova aus Tschechien mit 3:6, 6:2, 1:6 verloren – phasenweise aber eine bemerkenswerte Leistung gezeigt.

Williams avancierte beim Grand-Slam-Highlight im Big Apple zur ältesten Teilnehmerin seit Renee Richards (USA), die 1981 im Alter von 47 Jahren in der ersten Runde gescheitert war. Zuvor hatte die US-Amerikanerin, Turniersiegerin von 2000 und 2001, bereits eine Wildcard für das Mixed-Doppel erhalten, das sie zusammen mit Landsmann Reilly  Opelka bestritt.

Osaka schaltet Gauff aus

Die zweimalige Turniersiegerin Naomi Osaka hat das mit Spannung erwartete Duell mit Coco Gauff für sich entschieden und damit eine der großen Titelanwärterinnen des Einzelturniers ausgeschaltet. Die Japanerin bezwang die US-Amerikanerin im Achtelfinale überraschend glatt mit 6:3, 6:2 und trifft nun auf Karolina Muchova aus Tschechien, die die Ukrainerin Marta Kostjuk 6:3, 6:7 (0:7), 6:3 bezwang.

Gauff hatte das Turnier 2023 gewonnen und erneut vom großen Coup geträumt, doch gegen die sechseinhalb Jahre ältere Osaka unterliefen ihr von Anfang an zu viele Fehler. Die Weltranglistendritte fand nie in ihren Rhythmus, während Osaka, Siegerin in New York 2018 und 2020, befreit aufspielte.

<p>Naomi Osaka setzt sich gegen Coco Gauff durch.</p>
Naomi Osaka setzt sich gegen Coco Gauff durch. | Foto: belga

Bereits nach 64 Minuten verwandelte Osaka ihren ersten Matchball, Gauff eilte den Tränen nah vom Platz. Osaka, seit Juli 2023 Mutter der kleinen Shai, war seit ihrem Triumph bei den Australian Open 2021 bei einem Grand-Slam-Turnier stets spätestens in der dritten Runde ausgeschieden. 2024 war sie auf die Tour zurückgekehrt, als Gauff die US Open vor zwei Jahren gewann, war die Japanerin als Fan vor Ort.

„Ich bin etwas empfindlich und möchte nicht weinen, aber ich hatte hier draußen so viel Spaß. Zwei Monate nach der Geburt meiner Tochter saß ich auf der Tribüne und habe Coco zugeschaut. Ich wollte unbedingt auch wieder hier spielen“, sagte Osaka sichtlich emotional: „Das ist mein Lieblingsplatz auf der Welt. Es bedeutet mir so viel, wieder hier zu sein. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Team bedanken. Wir haben viel durchgemacht. Es war nicht immer einfach. Sie waren an meiner Seite. Danke, Leute. Ich liebe euch.“

Starke Swiatek erreicht Viertelfinale in New York

Auch Iga Swiatek hat im Schnelldurchgang das Viertelfinale der US Open erreicht. Die Wimbledonsiegerin aus Polen setzte sich im Achtelfinale in nur 64 Minuten gegen Jekaterina Alexandrowa mit 6:3, 6:1 durch und zeigte eine starke Leistung.

Im Viertelfinale kommt es nun zu einer Neuauflage des Wimbledon-Endspiels gegen Amanda Anisimova. In London hatte Swiatek die US-Amerikanerin historisch in nur 58 Minuten mit 6:0, 6:0 besiegt.

Die Weltranglistenzweite, die im Vorfeld des letzten Grand-Slam-Events des Jahres das WTA-Turnier in Cincinnati gewonnen hatte, jagt in New York ihren zweiten Titel nach 2022.

<p>Es läuft bei Iga Swiatek.</p>
Es läuft bei Iga Swiatek. | Foto: belga

In diesem Jahr gehört Swiatek erneut zu den Favoritinnen, dies untermauerte sie beim Duell mit Alexandrowa eindrucksvoll. Nur zu Beginn des Matches schwächelte sie kurz bei eigenem Aufschlag, danach fand sie schnell zu ihrem Rhythmus. Mit harten und präzisen Schlägen drängte sie Alexandrowa immer wieder weit zurück, im zweiten Durchgang gelangen ihr zwei Breaks. Dann nutzte sie gleich ihren ersten Matchball.

Machtdemonstration in 81 Minuten: Sinner im Viertelfinale

Im Einzel der Herren hat Jannik Sinner seinen Anspruch auf die erfolgreiche Titelverteidigung mit einer Machtdemonstration unterstrichen. Der italienische Tennisstar zog am Montagabend (Ortszeit) durch ein 6:1, 6:1, 6:1 gegen Alexander Bublik ins Viertelfinale ein und ließ dem Kasachen dabei in nur 81 Minuten keinerlei Chance.

„Du bist so gut, das ist verrückt“, sagte Bublik, der Sinner beim letzten Aufeinandertreffen im Juni auf Rasen in Halle noch besiegt hatte, bei der Gratulation am Netz. „Er hatte ein sehr schweres letztes Spiel, heute hat er nicht so gut aufgeschlagen wie sonst“, sagte Sinner über seinen unterlegenen Gegner, dem er in drei Sätzen gleich achtmal den Aufschlag abnahm: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

<p>Alexander Bublik (rechts) gratuliert Jannik Sinner.</p>
Alexander Bublik (rechts) gratuliert Jannik Sinner. | Foto: belga

Sinner will in New York als erster Mann seit Roger Federer im Jahr 2008 seinen Titel erfolgreich verteidigen. Bei einem Grand Slam auf Hartplatz ist der Wimbledon- und Australian-Open-Champion aus Südtirol nun seit 25 Partien ungeschlagen. In seinem achten Viertelfinale in Folge bei einem Major-Turnier trifft Sinner auf seinen italienischen Landsmann Lorenzo Musetti. (belga/sid/tf)

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