Parteichef Georges-Louis Bouchez erklärte am Sonntagabend gegenüber dem Sender RTL-TVi, Soldaten könnten künftig gemeinsam mit der Polizei patrouillieren – ähnlich wie es in Frankreich bereits üblich ist. Ziel sei es, sensible Orte wie bestimmte Metro-Stationen, das Peterbos-Viertel in Anderlecht oder Teile von Molenbeek besser zu sichern.
„Angesichts der Schwere der Lage müssen wir den Mut haben, radikale Maßnahmen zu ergreifen“, betonte Bouchez. Man müsse alles daransetzen, die öffentliche Sicherheit in Brüssel und im ganzen Land wiederherzustellen.
Auch Innenminister Bernard Quintin (MR) unterstützt den Vorschlag. Zwar seien in den vergangenen Jahren zusätzliche Polizeikräfte rekrutiert worden. Doch gegenüber Drogendealern, die mitten in unseren Städten schießen, reiche das nicht aus. „Da müssen wir andere Wege gehen – auch wenn das bedeutet, Soldaten einzusetzen.“
Ganz neu wäre das nicht: Schon nach den Terroranschlägen von 2016 hatte Belgien Soldaten im Straßenbild stationiert. Laut Bouchez führte dies damals zu einem spürbaren Rückgang der Kriminalität. (belga/calü)

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