Der eingewechselte Felix Nmecha machte alles klar (81.). Bislang gaben die Westfalen im eigenen Stadion noch nie einen Punkt in einem Bundesligaspiel gegen die Köpenicker ab, die auch diesmal wieder extrem harmlos blieben und aus dem Spiel heraus kaum zu Torchancen kamen.
Spielerisch blieb das Team von Trainer Niko Kovac, das am ersten Spieltag eine 3:1-Führung beim 3:3 beim FC St. Pauli noch verspielt hatte, aber noch vieles schuldig. Ohne viel Tempo und Dynamik taten sich die Dortmunder diesmal sehr schwer.
Starkes Debüt von Aarón Anselmino
Angesichts der Personalprobleme in der Dortmunder Abwehr kam der vom FC Chelsea ausgeliehene Aarón Anselmino sogleich zu seinem Startelfdebüt. Der Argentinier war erst in den vergangenen Tagen verpflichtet worden, musste wegen der Ausfälle von Emre Can, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle (alle verletzt) sowie Filippo Mane (Rotsperre) sogleich ran und war einer der wenigen Lichtblicke im Dortmunder Spiel.
Der 20 Jahre alte Innenverteidiger war einer von drei neuen Spielern, die Kovac im Vergleich zum enttäuschenden Spiel zum Bundesliga-Auftakt neu in die Mannschaft berufen hatte. Angreifer Fábio Silva dagegen, der Ende der Woche für 20 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers verpflichtet worden war, stand noch nicht im Kader. „Er wird in den kommenden zwei Wochen intensiv arbeiten“, sagte Kovac vor dem Spiel bei DAZN zur anstehenden Länderspielpause. Demnach leidet der Portugiese noch an Adduktorenproblemen.
Anders als beim furiosen 6:0 gegen Union im Frühjahr kam das Spiel des BVB diesmal nicht recht in Fahrt. Erster Aufreger im Spiel war ein heftiger Zusammenstoß nach einer guten Viertelstunde zwischen Jobe Bellingham und Berlins Andrej Ilic, der nach minutenlanger Behandlungspause anschließend mit einem Kopfverband weiterspielte. Die große Chance zur Dortmunder Führung resultierte aus einem krassen individuellen Fehler von Unions Tom Rothe, der einen zu kurzen Rückpass auf Torhüter Frederik Rönnow spielte. Guirassy lief dazwischen und alleine auf Rönnow zu, vergab hier aber noch kläglich. Schon kurz zuvor hatte der Torjäger eine gute Chance allzu leichtfertig vergeben.
Kurz vor der Halbzeitpause durfte Guirassy dann aber doch noch jubeln, als er eine gute Hereingabe von Yan Couto nach dessen toller vorherigen Einzelleistung verwandelte und sich dabei im Zweikampf gegen Leopold Querfeld durchgesetzt hatte. Damit war die erste Halbzeit zumindest vom Ergebnis her gerettet und dem BVB blieb womöglich ein Pfeifkonzert erspart.
Auch nach der Pause kamen die Dortmunder schlecht ins Spiel und kassierten nach einer Ecke beinahe den Ausgleich. BVB-Keeper Gregor Kobel entschärfte einen Kopfball von Ilic aber glänzend (47.). Es war eine der wenigen gefährlichen Aktionen der Gäste im gesamten Spiel.
Elf Minuten später sorgte das 2:0 endlich für Ruhe. Per Lupfer nach Zuspiel von Maximilian Beier überwand Guirassy Rönnow erneut. Guirassys Sturmpartner stand etwas überraschend in der Startelf, nachdem es in den vergangenen Tagen noch Wechselgerüchte um Beier gegeben hatte. Der 22-Jährige spielte von seiner Torvorlage abgesehen aber unglücklich. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Nmecha, der kurz zuvor erst eingewechselt worden war.
1. FC Köln vor der Verpflichtung von Castro-Montes
Kurz vor Transferschluss steht der 1. FC Köln Medienberichten zufolge vor der Verpflichtung von Flügelspieler Alessio Castro-Montes. Wie unter anderem Sky, der „Kicker“ sowie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichten, soll der 28-Jährige vom belgischen Erstligisten Royale Union Saint-Gilloise zum FC wechseln. Zuletzt hatte der Aufsteiger offensiv um Paderborns Flügelspieler Raphael Obermair geworben, der Transfer kam jedoch bisher nicht zustande.
Castro-Montes spielte von 2027 bis 2019 für die AS Eupen, schaffte anschließend bei KAA Gent seinen Durchbruch und wechselte im September 2023 zu Union Saint-Gilloise. Der Rechtsfuß gilt als flexibel einsetzbarer Spieler und kann sowohl auf der rechten als auch auf der linken Außenbahn spielen.
Der Mittelfeldspieler absolvierte insgesamt 58 Einsätze für Union, darunter einige in der Champions-League-Qualifikation und in der Europa League. Sein Vertrag bei den Brüsselern läuft noch bis Sommer 2026. (dpa/arco)



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