2015 waren es noch rund 895.000 Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zum Ende der Sekundarstufe, zehn Jahre später nur noch 867.000 – ein Rückgang von 3,2 Prozent. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Statistikbulletin der FWB-Schulverwaltung hervor.
Parallel dazu ist die Zahl der unterrichtenden Lehrkräfte um 1,6 Prozent gestiegen, was die durchschnittliche Betreuungssituation verbessert hat.
Der demografische Rückgang, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte, bleibt nicht ohne Folgen: Die Dotation der Föderation bemisst sich unter anderem nach der Zahl der eingeschulten Kinder.
Während die Regierung derzeit am Haushalt für 2026 arbeitet, verdeutlichen die Daten, dass die FWB im Jahr 2024 rund 10,6 Milliarden Euro für den Unterricht aufgewendet hat – 73 Prozent ihres Gesamtbudgets von 14,5 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon (7,65 Milliarden Euro) floss in die Gehälter des Lehrpersonals. Der jährliche Kostenpunkt für das Wiederholen von Klassen wird auf 402 Millionen Euro geschätzt.
Nach Berechnungen der Verwaltung kostet eine komplette Schullaufbahn ohne Klassenwiederholung – von der Vorschule bis zum Ende der Sekundarstufe – rund 111.000 Euro pro Kind. Für ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Master) kommen im Schnitt noch einmal 40.000 bis 50.000 Euro hinzu.
Das Dokument enthält zudem zahlreiche weitere Daten, etwa zum krankheitsbedingten Arbeitsausfall des Schulpersonals: Zwischen 2018 und 2024 stieg die durchschnittliche Abwesenheitsquote von 7,24 auf 8,42 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm auch die Zahl der Lehrkräfte zu, die zwar weiterhin von der FWB bezahlt, aber nicht mehr im Unterricht eingesetzt werden – etwa aufgrund der vorzeitigen Pensionierung im Rahmen des DPPR-Regimes oder anderer Formen der Beurlaubung.
Der vollständige, rund 100 Seiten starke Statistikbericht ist auf der Website enseignement.be/presse (belga/rt)

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