Stec-Bakterie erreicht die Wallonie: Fälle in Ottignies bestätigt

<p>Gesundheitsbehörden untersuchen die Quelle der Stec-Bakterie, die in mehreren Seniorenheimen nachgewiesen wurde.</p>
Gesundheitsbehörden untersuchen die Quelle der Stec-Bakterie, die in mehreren Seniorenheimen nachgewiesen wurde. | Illustrationbild: picture alliance/dpa

Ein Ausbruch von Infektionen mit dem Bakterium Stec (Shiga-Toxin-bildende Escherichia coli) beschäftigt inzwischen auch Einrichtungen in der Wallonie. Die Föderale Agentur für Lebensmittelsicherheit (Fasnk) bestätigte am Freitag, dass in einem Pflegeheim in Ottignies (Provinz Wallonisch-Brabant) Fälle registriert wurden. Den Namen der betroffenen Einrichtung nannte die Behörde bislang nicht, wie die Zeitung „La Dernière Heure“ berichtete.

Die ersten vier Infektionen waren bereits am Dienstag in Löwen entdeckt worden. Nach Angaben der flämischen Gesundheitsbehörde (Departement Zorg) litten die betroffenen Bewohner unter schweren Vorerkrankungen, weshalb unklar bleibt, ob die Bakterie direkt für die Todesfälle verantwortlich ist oder den Gesundheitszustand lediglich verschlechterte.

Laboranalysen ergaben, dass es sich in allen bislang untersuchten Fällen um denselben genetischen Stamm handelt. Damit liegt der Verdacht nahe, dass eine gemeinsame Quelle existiert – bestätigt ist das jedoch noch nicht. Eine Lebensmittelinfektion gilt als möglich, ist aber ebenfalls nicht gesichert.

Während die Brüsseler Gesundheitskommission (Cocom) betont, dass dort bisher keine Fälle bekannt sind, meldet die wallonische Gesundheitsagentur Aviq Verdachtsfälle in mehreren Einrichtungen. Bestätigte Infektionen gibt es inzwischen auch in Ottignies, die genaue Ursache steht jedoch weiterhin nicht fest. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment