Immobilien an der Küste: Verkäufe steigen, Preise fallen deutlich

<p>Der Immobilienmarkt hat sich an der Küste erholt.</p>
Der Immobilienmarkt hat sich an der Küste erholt. | Foto: Photo News

Im Durchschnitt kostete ein Appartement an der Küste 306.813 Euro – das sind 7,6 Prozent weniger als der Mittelwert des Jahres 2024. „Nach Jahren der Flaute haben wir endlich wieder eine spürbare Belebung erlebt“, erklärt Bart Van Opstal, Sprecher von notaire.be.

Nach den Rekordjahren 2020 und 2021 während der Corona-Pandemie war der Markt deutlich eingebrochen: Minus 15 Prozent im ersten Halbjahr 2022, minus 23 Prozent im Jahr darauf. Selbst 2024 setzte sich der Abwärtstrend mit -5,9 Prozent fort. Nun zeigt die Kurve wieder nach oben.

Wo die Nachfrage besonders stark ist

Spitzenreiter beim Verkaufszuwachs sind Zeebrügge (+24,5 %) und De Panne (+29,4 %). Doch auch in Knokke-Heist, traditionell die teuerste Adresse an der Küste, legten die Verkäufe um 12,5 % zu. Nahezu stabil blieb der Markt nur in Koksijde (+0,4 %).

Rund 37,5 % der Käufer stammen aus den Küstengemeinden selbst, 62,5 % kommen von außerhalb. Mit 88,5 % dominieren dabei die Flamen klar. Käufer aus der Wallonie machten 5,9 % aus, aus Brüssel kamen 2,8 %. Der Anteil ausländischer Käufer lag bei 2,7 %.

Preise stark unter Druck – aber mit Ausblick

Auf der Uferpromenade mussten Käufer im ersten Halbjahr im Schnitt 370.683 Euro bezahlen – ein Minus von satten 13,2 % im Vergleich zum Vorjahr. „Dieser Preisrückgang relativiert sich allerdings, da im zweiten Halbjahr traditionell mehr und teurere Objekte verkauft werden“, so Van Opstal. „Die Jahresbilanz 2025 wird daher wohl näher am langjährigen Durchschnitt liegen.“

Wie heterogen der Markt ist, zeigt ein Blick auf die Extremwerte: Während in Westende eine Wohnung im Schnitt nur 198.445 Euro kostet, werden in Knokke im Durchschnitt 696.405 Euro fällig. (belga/calü)

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