Auf wen treffen Union und Brügge? Die Ligaphase wird ausgelost

<p>Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte tritt Union Saint-Gilloise (Kevin Rodriguez) in der Champions League an.</p>
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte tritt Union Saint-Gilloise (Kevin Rodriguez) in der Champions League an. | Foto: belga


Wann geht's los?


Streng genommen läuft die 34. Saison der Champions League bereits. Nach mehreren Qualifikationsrunden wurden bis zum gestrigen Mittwoch die sieben letzten Plätze im Play-off-Format vergeben. Zur Auslosung am Donnerstag stehen alle 36 Teilnehmer fest. Der erste Spieltag der Ligaphase ist für den 16. bis 18. September angesetzt, der letzte mit 18 parallelen Spielen am 28. Januar.


Wie ist der Modus?


Die 36 Teams werden zum zweiten Mal in einer einzigen Tabelle geführt, trotz aller Kritik wegen mangelnder Vergleichbarkeit. Die Zeit der Vierergruppen ist vorbei. Jede Mannschaft bekommt acht verschiedene Gegner zugelost – zwei aus jedem von vier Neuner-Töpfen – und hat dann jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Gelost wird elektronisch, das Verfahren wäre für eine manuelle Auslosung zu kompliziert.


Und dann?


Die besten acht Mannschaften qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 24 spielen Play-off-Duelle um die anderen acht Achtelfinalplätze. Die Mannschaften ab Platz 25 sind ausgeschieden, es gibt keinen Abstieg in die Europa League.

Ab dem Achtelfinale wird bis zum Endspiel in Budapest am 30. Mai 2026 im K.o.-System gespielt – mit Ausnahme des Finals in Hin- und Rückspiel.


Wer sind die belgischen Vertreter?


Mitten in den Meisterjubel hinein mischte sich Ende Mai im Parc Duden die Erkenntnis: Wir spielen Champions League! Nach drei Saisons in der Europa und einer in der Conference League löste Union Saint-Gilloise erstmals in seiner Geschichte das (direkte) Ticket für die Königsklasse. 2022 waren die Hauptstädter in der dritten Qualifikationsrunde noch an den Glasgow Rangers gescheitert. Als zweiter belgischer Vertreter musste sich Club Brügge seinen Startplatz in der Qualifikationsphase erst gegen RB Salzburg und die Glasgow Rangers erarbeiten. Zum ersten Mal seit der Saison 2019-20 (Brügge und Genk) schafften es somit zwei belgische Mannschaften in die Champions League. „Blauw en Zwart“ befindet sich in Lostopf zwei, Union in Nummer vier.


Kann Union gegen Brügge spielen?


Noch nicht. Spiele gegen Teams aus dem eigenen Land sind in der Ligaphase ausgeschlossen. Zudem darf jede Mannschaft höchstens auf zwei Vereine treffen, die aus demselben Land stammen.


Welche Bundesligaklubs sind dabei?


Meister Bayern München und Dortmund, obwohl nur Liga-Vierter, sind im ersten Lostopf. Vizemeister Leverkusen und Frankfurt, das sich erstmals über die Liga qualifizierte, liegen im Lostopf zwei.


Und die anderen?


Die englische Premier League hat die meisten Vertreter dabei, nämlich sechs, darunter der Liga-17. Tottenham Hotspur als Europa-League-Sieger. Spanien schickt ein Quintett um Real Madrid und den FC Barcelona ins Rennen, Italien wie Deutschland vier Vereine. In Frankreich sind es nur drei, dazu gehört allerdings der Titelverteidiger: Paris Saint-Germain. PSG hatte das Finale von München gegen Inter Mailand 5:0 gewonnen.


Wer ist neu dabei?


Drei Debütanten stehen bisher fest. Neben Union Saint-Gilloise sind der kasachische Meister Qairat Almaty und der zyprische Champion FC Paphos dabei. Beide qualifizierten sich am Dienstagabend.


Wer ist favorisiert?


PSG als Champion – und angesichts der Star-Einkäufe wie Florian Wirtz sicherlich der FC Liverpool. Auch Barcelona will den Titel. Bayern und wohl auch der BVB gehören zur Garde derer, die potenziell das Halbfinale erreichen können.

Canal+ überträgt die Auslosung im belgischen TV.

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