Stattdessen wird lieber geschrieben: 45 Prozent schicken lieber eine Nachricht, anstatt selbst zum Hörer zu greifen. Der Grund: Stress. Viele junge Erwachsene fürchten Gesprächspausen, wissen nicht recht, wie sie ihre Worte finden sollen oder wie ein Telefonat am besten zu beenden ist.
Die Zahlen verdeutlichen, wie stark sich die Kommunikationsgewohnheiten verändert haben: 55 Prozent der Befragten schalten die Klingel ihres Smartphones standardmäßig stumm, und gut jeder Fünfte (21 Prozent) hebt gar nicht erst ab, wenn das Handy klingelt.
Interessant: Wer bereits früh im familiären Umfeld häufiger telefonierte, fühlt sich auch heute sicherer beim Telefonieren. „Unsere Daten zeigen, dass Telefonangst meist mit fehlender Erfahrung, sozialem Druck und Unsicherheit über die eigenen Fähigkeiten zusammenhängt. Mit gezielten Tipps lassen sich diese Hürden aber rasch abbauen – und das steigert auch das persönliche Wohlbefinden“, erklärt Studienleiter Professor Gino Verleye (UGent/VUB).
Um genau dazu beizutragen, startet Axa nun eine ungewöhnliche Aktion: Im Rahmen der Kampagne „Dare-to.be“ werden am Dienstag zwei Telefonkabinen im Bahnhof Lüttich-Guillemins aufgestellt. Dort sollen junge Leute mithilfe spezieller Gesprächskarten ermutigt werden, fremde Personen anzurufen und ihre Hemmschwelle zu überwinden.
Im Oktober will der Versicherer zudem Trainingsmodule anbieten, die Jugendlichen helfen sollen, ihre Telefonangst langfristig abzubauen. (belga/calü)

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