„Das tut richtig gut“, strahlte Collignon nach dem Match gegen Galán. „Es ist etwas Besonderes, deshalb bin ich superglücklich. Natürlich war nicht alles perfekt, aber in den wichtigen Momenten war ich stark. Es ist erst mein zweites Grand-Slam-Turnier und meine ersten US Open. Ich war also ziemlich nervös, aber ich habe solide begonnen, gut aufgeschlagen und die Chancen in seinen Aufschlagspielen genutzt. Das war wirklich schön.“
Belohnt wird Collignon nun allerdings mit einer besonders schweren Aufgabe: In der zweiten Runde wartet niemand Geringerer als Casper Ruud (ATP 12). Der 26-jährige Norweger, 2022 noch Finalist in New York, hatte zum Auftakt keinerlei Probleme mit Sebastian Ofner (ATP 141) aus Österreich und gewann klar mit 6:1, 6:2 und 7:6 (7/5). Zum ersten Mal überhaupt stehen sich Collignon und Ruud nun auf der Tour gegenüber.
Auch Titelverteidiger Carlos Alcaraz (ATP 2) gab sich zum Auftakt keine Blöße. Der Spanier, mit frisch geschorenem Kopf auf die Jagd nach seinem dritten Grand-Slam-Titel gegangen, bezwang den US-Amerikaner Reilly Opelka (ATP 67) mit 6:4, 7:5 und 6:4. In Runde zwei trifft er auf den Italiener Mattia Bellucci (ATP 65).
Zizou Bergs jubelt über ersten Grand-Slam-Sieg des Jahres
Endlich die Befreiung: Zizou Bergs (ATP 48) hat am Montag in New York seinen ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in dieser Saison eingefahren. Der 26-jährige Limburger setzte sich auf Court 15 souverän in drei Sätzen gegen den Taiwaner Chun Hsin Tseng (ATP 118) durch – 6:3, 6:4 und 6:3.
Besonders wohltuend für den Belgier: Der Erfolg kam ohne Satzverlust und nach einer schwierigen Phase. In den letzten Wochen hatte Bergs auf Hartplatz lediglich eines seiner fünf Matches gewinnen können. „Wenn man damit nicht zufrieden ist, dann weiß ich auch nicht mehr“, lachte er nach der Partie.

Ganz perfekt lief es aber noch nicht. „Es gab viele sehr gute Momente, aber auch mal einen kleinen Einbruch“, bilanzierte Bergs. „Im Großen und Ganzen darf ich aber sehr zufrieden sein. Die Spielweise meines Gegners kam mir auch entgegen.“
Dass es in Melbourne, Paris und Wimbledon jeweils schon in der ersten Runde vorbei war, blendete Bergs vor New York bewusst aus. „Das war nicht in meinem Kopf. Ich habe mir vor allem überlegt, wie ich hier spielen möchte und wie ich auftreten will. Im Training lief es zuletzt gut, das hat mir Vertrauen gegeben – und so bin ich selbstbewusst ins Turnier gestartet.“
In der zweiten Runde muss sich Bergs auf einen echten Härtetest einstellen. Der 26-jährige Limburger trifft in New York auf den Briten Jack Draper (ATP 5). Draper setzte sich in seinem Auftaktmatch gegen den argentinischen Qualifikanten Federico Agustin Gomez (ATP 203) nach vier Sätzen mit 6:4, 7:5, 6:7 (9/11) und 6:2 durch.
Elise Mertens startet furios in die US Open – nächste Gegnerin wartet
Elise Mertens (WTA 21) hat bei den US Open einen perfekten Start hingelegt. Die 29-jährige Limburgerin benötigte am Montagabend (MESZ) in New York nur gut eine Stunde, um die amerikanische Wildcard-Spielerin Alyssa Ahn (WTA 714) mit 6:1 und 6:0 vom Platz zu fegen.
„Es lief flott, das kann man wohl sagen“, meinte Mertens nach dem klaren Erfolg. „Am Anfang musste ich mich etwas einstellen, weil sie anders schlug als ich es gewohnt bin – mit weniger Power. Danach bin ich besser ins Spiel gekommen. Ich habe solide gespielt, ohne mein bestes Tennis zeigen zu müssen. Aber solche Matches muss man trotzdem erst einmal gewinnen.“

Viel Energie verbrauchte die Belgierin bei dieser einseitigen Partie nicht – ein Vorteil bei den typischen Bedingungen in New York: laut, hektisch und heiß. „Ich konnte das Spiel genießen, und es war gut, dass ich Kräfte sparen konnte“, so Mertens.
In Runde zwei wartet nun Lulu Sun (WTA 164) aus Neuseeland. Die 23-Jährige hatte in ihrer Auftaktpartie überraschend Camila Osorio (WTA 63) aus Kolumbien mit 6:4, 2:6 und 6:0 ausgeschaltet. „Ich kenne sie kaum, habe sie aber gestern spielen sehen. Ihr letzter Satz war überzeugend. Seit Wimbledon im vergangenen Jahr ist sie richtig dabei. Aber klar ist: Gegen sie muss ich besser spielen als heute“, erklärte Mertens.
Trotz durchwachsener Resultate in den letzten Wochen blickt die Belgierin mit Selbstvertrauen nach vorn: „Ich hatte viele harte Gegnerinnen, das bringt Erfahrung und hilft, dran zu bleiben.“
Für Mertens ist es bereits die zehnte Teilnahme bei den US Open. Seit 2016 steht sie ununterbrochen im Hauptfeld. Zweimal – 2019 und 2020 – erreichte sie das Viertelfinale. Im vergangenen Jahr war im Achtelfinale gegen die spätere Siegerin Aryna Sabalenka Schluss. Auch diesmal peilt sie mindestens die zweite Turnierwoche in New York an. (belga/calü)

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