Der in Malmedy lebende Luxemburger Ruben Querinjean stellte am Freitagabend über 3.000 Meter Hindernis in 8:09,47 Minuten überraschend eine neue Bestzeit auf, Naomi Van den Broeck knackte mit ihren 54:12 Sekunden über 400 Meter Hürden hauchdünn die Marke von Hanne Claes (54:33), und Jana Van Lent jubelte auf den 5.000 Metern über ihre 14:37,47 Minuten – in der letzten Disziplin löste Elise Vanderelst zudem in 14:40,70 Minuten ihr Ticket für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio vom 13. bis 21. September. Auch Tim Van de Velde darf über 3.000 Meter Hindernis nach Japan reisen.
Als sechster Belgier überhaupt unterbot Dylan Borlée über 400 Meter die 45 Sekunden, lief nach 44:95 Sekunden ins Ziel. Die 100 Meter Frauen gingen wenig überraschend an die Olympiadritte Melissa Jefferson-Wooden aus den USA (10:65 Sekunden), die in dieser Saison bisher jedes ihrer neun Rennen gewann.

Zu den Stars des Abends avancierten jedoch andere: Nafi Thiam nutzte das Mémorial als Vorbereitung auf die WM und trat im Weitsprung an, der nicht zur Diamond League zählte. Mit 6,40 Metern landete die dreifache Siebenkampf-Olympiasiegerin auf dem fünften Platz und holte sich reichlich Applaus von den Rängen ab.

Ebenso wie Nina Derwael, die für ihre herausragende Turnkarriere geehrt wurde. Die Olympiasiegerin, Doppel-Weltmeisterin und vierfache Europameisterin im Stufenbarren fuhr in einer Kutsche durchs Stadion, während ihre schönsten Momente und Erfolge über die Anzeigetafel flimmerten.

Bereits im späten Nachmittag war Matteo Felten aus Recht beim „Youth Memorial“ für Jugendliche über 4x100-Meter-Staffel an den Start gegangen. Mit dem AC Hautes Fagnes wurde er jedoch disqualifiziert, da die letzte Stabübergabe außerhalb der Zone stattfand. (tf)

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