Orange Belgium unter Druck: „Ethical Hacker“ bringt Behörde wegen Datenleck ins Spiel

De Ceukelaire begründet seinen Schritt mit deutlichen Worten: „Orange hat gezeigt, dass man dem Unternehmen nicht vertrauen kann“, schreibt er auf seiner Website. Mit seiner Beschwerde will er nach eigenen Angaben „volle Transparenz“ darüber erzwingen, was genau passiert ist – und ob sowie wie die persönlichen Daten der Betroffenen missbraucht wurden.

Widersprüchliche Kommunikation

Orange Belgium hatte am Mittwoch mitgeteilt, Ende Juli Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Dabei seien Namen, Vornamen, Telefonnummern, SIM-Kartennummern, PUK-Codes und Tarifinformationen abgegriffen worden.

Der IT-Sicherheitsexperte weist zudem auf eine auffällige Änderung in der öffentlichen Kommunikation des Unternehmens hin: In der ursprünglichen Stellungnahme – archiviert auf web.archive – hieß es noch, es gebe „bislang keinen Beweis“ dafür, dass die gestohlenen Daten verbreitet worden seien. Diese Passage fehlt allerdings in der späteren, noch immer online abrufbaren Version.

Zu der von De Ceukelaire eingereichten Beschwerde wollte Orange Belgium bislang keine Stellung nehmen. Für die betroffenen Kunden bleibt damit unklar, wie groß die Gefahr eines Missbrauchs ihrer sensiblen Daten tatsächlich ist. (belga/calü)

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