Außenminister Maxime Prévot (Les Engagés) bezifferte den Anteil weiblicher Botschafterinnen, Generalkonsulinnen und ständiger Vertreterinnen im föderalen Dienst auf 26 Prozent. In Flandern machen Frauen 23 Prozent der regionalen Repräsentantinnen aus, ergänzte der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA).
Anders sieht es bei den unterstützenden Funktionen aus: In Flandern sind 64 Prozent der stellvertretenden Repräsentanten Frauen, auch im föderalen Bereich dominieren weibliche Kräfte bei politischen Mitarbeitern.
Stephanie D’Hose (Open VLD), die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte, dass die Spitzenposten noch immer viel zu selten mit Frauen besetzt seien – trotz einer leichten Verbesserung in den vergangenen Jahren. Zwar erkennten sowohl Prévot als auch Diependaele Handlungsbedarf, doch ohne konkrete Ziele und Fristen gehe es nicht voran, so D’Hose.
Sie forderte einen klaren Maßnahmenplan, der unter anderem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie berücksichtigt. „Wir sind zwar auf dem richtigen Weg, aber viel zu langsam. Ohne ambitionierte Vorgaben drehen wir uns im Kreis. Belgien und Flandern brauchen eine Diplomatie, die ihre Vielfalt widerspiegelt – nur so können wir international glaubwürdig auftreten.“ (belga/rt)

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