Neue Tabakregeln in Belgien: Standardverpackung für alle Produkte ab Juni 2026

<p>Ab 2026 gilt in Belgien die neutrale Standardverpackung auch für Zigarren, Cigarillos und andere Tabakprodukte.</p>
Ab 2026 gilt in Belgien die neutrale Standardverpackung auch für Zigarren, Cigarillos und andere Tabakprodukte. | Foto: belga

Seit 2020 gelten in Belgien strenge Vorschriften für die Verpackung von Tabakprodukten: Zigaretten, Drehtabak und Wasserpfeifentabak dürfen nur in neutralen, grünbraunen Packungen mit einheitlicher Schrift verkauft werden, die deutlich sichtbare Warnhinweise tragen. Seit April dieses Jahres ist zudem das Ausstellen von Tabakprodukten im Handel verboten.

Laut Vandenbroucke reichen diese Regeln jedoch nicht aus. Hersteller würden gezielt auf andere Tabakwaren ausweichen, um die einheitliche Verpackung zu umgehen – etwa durch Cigarillos in Packungen, die alten Zigarettenschachteln ähneln. Damit würden die bisherigen Vorschriften unterlaufen.

Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist es, das Rauchen für Jugendliche weniger attraktiv zu machen. Studien zufolge kann eine standardisierte Verpackung junge Menschen davon abhalten, Tabakprodukte zu kaufen. Deshalb sollen ab kommendem Jahr sämtliche tabakbezogenen Produkte den einheitlichen Regeln unterliegen. Vandenbroucke will damit „Marketingstrategien der Tabakindustrie unterbinden, die gezielt auf Teenager und junge Erwachsene abzielen“.

Die neuen Regeln treten am 1. Juni 2026 in Kraft. Für den Einzelhandel gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Juni 2027. Parallel arbeitet die Föderalregierung an einem Rauchverbot auf Terrassen. Dieses soll voraussichtlich am 1. Januar 2026 in Kraft treten, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. (belga/rt)

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