Lokführer nach TikTok-Video entlassen – Staatsrat sieht Verhalten als gefährlich

<p>Lokführer nach TikTok-Video entlassen – Staatsrat sieht Verhalten als gefährlich</p>
Illustrationsbild: belga

Die SNCB begründete die Disziplinarmaßnahme damit, dass der Lokführer seine Arbeit nicht mit der erwarteten Sorgfalt und Genauigkeit ausgeführt habe und sein Verhalten dem Ansehen der belgischen Eisenbahnen geschadet habe. Zudem ist es Zugführern untersagt, während des Dienstes – auch bei Stillstand – ihr privates Smartphone zu benutzen.

Der Betroffene hatte geltend gemacht, sein Telefon sei auf einem Stativ befestigt gewesen und er habe sich vollständig auf das Fahren konzentriert. Die Interaktionen mit den Zuschauern hätten ausschließlich im Stillstand stattgefunden. Außerdem habe er mit dem Video seinen Beruf positiv dargestellt und keinesfalls das Image der Bahn beschädigt.

Der Staatsrat folgte diesen Argumenten nicht und bewertete das Verhalten als „äußerst unverantwortlich und gefährlich“. Der Lokführer habe tatsächlich das Ansehen der belgischen Eisenbahnen und der SNCB beeinträchtigt. Der Antrag auf Aussetzung der Sanktion wurde daher abgelehnt. Über den Antrag auf endgültige Aufhebung der Entlassung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. (belga/rt)

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