Nach Angaben des belgischen Antigiftzentrums gibt es hierzulande im Schnitt fast fünf Anrufe pro Woche wegen Unfällen mit allen Arten von Waschmittelkapseln – insgesamt rund 238 Fälle pro Jahr. Auffällig: Doppelt so oft sind Geschirrspültabs betroffen wie Waschmittelkapseln für Textilien.
Lücke in der EU-Regelung
Für Waschmittelkapseln gelten seit einigen Jahren klare Vorschriften: Sie müssen in kindersicheren Verpackungen mit Warnhinweisen verkauft werden. Geschirrspültabs hingegen landen häufig noch in einfachen Plastiktüten – für kleine Kinder leicht zugänglich.
„Es wäre zudem sinnvoll, wenn Hersteller auf auffällige, bunte Farben verzichten würden. Diese wirken auf Kinder wie Süßigkeiten“, sagt Patrick De Cock, Sprecher des Antigiftzentrums. Besonders betroffen sind Kleinkinder zwischen ein und vier Jahren – sie machen laut Statistik 77 Prozent der Fälle aus. (belga/calü)

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