Spurensuche im Nationalpark: Wer ist der neue Wolf in Bosland?
Tierwelt
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Seit Anfang Juli streift ein neuer, kleinerer Wolf durch den nördlichen Teil des Nationalparks Bosland in Flandern. Das belegen Pfotenabdrücke, die Ranger der flämischen Agentur für Natur und Wald (ANB) dort seit mehreren Wochen entdecken. Inzwischen wurde das Tier auch erstmals vom Wildkameranetzwerk des ANB sowie des Instituts für Natur- und Forstforschung (INBO) aufgenommen – zusätzlich gab es Sichtungen durch aufmerksame Bürger.
Seit Juli streift ein neuer Wolf durch den Norden von Bosland.
| Illustrationsbild: picture alliance/dpa
Auf den Bildern ist deutlich zu erkennen: Es handelt sich nicht um die bekannten Wölfe Noëlle oder Maurice, die sich derzeit mit ihren Welpen in weiter entfernten Gebieten aufhalten und in dieser Zone kaum aktiv sind.
„Der neue Wolf wurde im nördlichen Teil von Bosland gesichtet“, erklärt Frank van Swalm vom ANB. Doch ob sich das Tier dort dauerhaft niederlässt, ist noch unklar: „Damit wir von einem ansässigen Wolf sprechen können, müssen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten regelmäßige Beobachtungen erfolgen. Solange gehen wir davon aus, dass er das Gebiet lediglich durchstreift – möglicherweise zieht er weiter, etwa weil es ihm ungeeignet erscheint oder zu nah an einem bestehenden Rudel liegt.“
Ein Schadenfall vom 1. August in Pelt, bei dem ein Nutztier verletzt wurde, könne noch nicht eindeutig diesem Wolf zugeordnet werden. Eine entsprechende DNA-Analyse läuft derzeit, eventuell ergänzt durch Proben aus Wolfskot.
Da sich der Neuankömmling am nördlichen Rand des Territoriums des Hechtel-Eksel-Rudels bewegt, hat die Sichtung aktuell keine Auswirkungen auf die bestehende Wolfs-Risikozone.
Das ANB und das INBO raten weiterhin zur Vorsicht: Schafe und andere Kleintiere sollten durch wolfssichere Zäune geschützt werden. Dafür stehen staatliche Subventionen bereit – sowohl für professionelle als auch für Hobby-Schafhalter. Zudem bietet das Wolf Fencing Team individuelle Beratung zur Einzäunung an. (belga/rt)
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