CNE kündigt unbefristeten Streik im Handel an – Protest gegen Arbeitszeitreform
Arbeitskampf
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Die CNE Commerce, die Gewerkschaft für den Handel, hat am Dienstag einen unbefristeten Streikaufruf eingereicht. Hintergrund sind Regierungspläne, die aus Sicht der Gewerkschaft „katastrophale“ Folgen für die Beschäftigten im Einzelhandel hätten.
Die CNE Commerce hat einen unbefristeten Streik angekündigt.
| Foto: belga
Konkret richtet sich der Protest gegen mehrere geplante Maßnahmen: Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten bis 21 Uhr, die Streichung der verpflichtenden 24-stündigen Wochenendschließung, was vermehrte Sonntagsöffnungen ermöglichen würde, sowie ein Gesetzesvorschlag zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Letzterer würde es ermöglichen, auf Basis einer einzelvertraglichen Vereinbarung bis zu 12-Stunden-Tage und 50-Stunden-Wochen einzuführen.
Die CNE spricht von einem „frontalen Angriff auf die Rechte der Beschäftigten“ in einem ohnehin bereits prekären Sektor. Die geplanten Änderungen würden keine hochwertigen Arbeitsplätze schaffen, sondern vielmehr die Arbeitsbelastung erhöhen und die Work-Life-Balance massiv gefährden.
Der Streikaufruf versteht sich auch als Warnung an Arbeitgeberverbände, Handelsunternehmen und Einkaufszentren. „Sollten sie versuchen, die Reformen ohne Rücksicht auf bestehende Vereinbarungen und ohne Verbesserungen für die Arbeitnehmer durchzusetzen, wird die Antwort entschlossen und unmittelbar ausfallen“, so die Gewerkschaft.
Konkrete Streikaktionen sind derzeit noch nicht geplant. Myriam Djegham von der CNE Commerce erklärte, man erwäge Proteste zum Schuljahresbeginn, abhängig vom politischen Zeitplan, da die Maßnahmen noch nicht vom Parlament verabschiedet wurden. Auf flämischer Seite kündigte die Schwestergewerkschaft ACV Puls an, zunächst die Basis zu konsultieren, bevor eine Positionierung erfolgt. (belga/rt)
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