Auf dem Papier ist das wohl das „leichteste“ Szenario. Als gesetztes Team konnte Club Brügge den ganz schweren Brocken wie Benfica oder OGC Nizza aus dem Weg gehen – ebenso wie dem potenziellen Kracher Feyenoord gegen Fenerbahçe. Sollte Brügge in der dritten Qualifikationsrunde scheitern, würde der Verein direkt in die League Phase der Europa League rutschen.
Bevor Club Brügge allerdings von den Play-offs träumen darf, steht zunächst das schwere Duell gegen den österreichischen Meister RB Salzburg an. Das Hinspiel steigt diese Woche, das Rückspiel folgt in der kommenden Woche. Nur der Sieger zieht in die Play-off-Runde ein, die am 19. oder 20. August (Hinspiel) sowie am 26. oder 27. August (Rückspiel) ausgetragen wird. Die endgültige Terminierung gibt die UEFA noch bekannt.

Vor sechs Jahren gelang „Blauw-Zwart“ bereits einmal das Kunststück, als erstes belgisches Team über die Qualifikationsroute die Königsklasse zu erreichen. Nun soll das Kunststück wiederholt werden. Landesmeister Union Saint-Gilloise ist bereits fix für die League Phase gesetzt.
Genk kämpft gegen Posen oder Belgrad um Europa-League-Ticket
KRC Genk kennt seinen möglichen Gegner für die Play-off-Runde der Europa League: Die Limburger treffen auf den Verlierer des Champions-League-Duells zwischen Lech Posen und Roter Stern Belgrad.
Bevor es allerdings zu diesem Duell kommt, müssen Posen und Belgrad zunächst diese und kommende Woche ihre Qualifikationsspiele für die Königsklasse austragen. Der unterlegene Klub wird anschließend in die Europa-League-Play-offs „absteigen“ – und dort wartet Genk.
Die Hinrunde wird am 21. August auswärts ausgetragen, das Rückspiel findet am 28. August in der „Cegeka Arena“ statt. Der Sieger des Duells zieht direkt in die neue League Phase der Europa League ein. Für den Verlierer bleibt immerhin der Trostpreis: ein Platz in der Conference League.
Genk greift erst in den Play-offs ins europäische Geschehen ein. Der Grund: Weil Vizemeister Club Brügge auch den Pokal gewann, ging das für den Pokalsieger vorgesehene Europa-League-Ticket an Genk, das die letzte Saison als Dritter der Champions-Play-off beendete.
Bei der Auslosung war Genk aufgrund der Klubwertung nicht gesetzt. Neben Lech Posen und Roter Stern Belgrad wären auch namhafte Gegner wie Panathinaikos Athen, Schachtar Donezk, Midtjylland oder Steaua Bukarest möglich gewesen.
Anderlecht hofft in der Conference League
RSC Anderlecht blickt den Play-offs der UEFA Conference League entgegen: Dort könnte es zu einem Duell mit dem zypriotischen Meister Aris Limassol oder dem griechischen Traditionsverein AEK Athen kommen.

Zuvor muss der Rekordmeister allerdings die Hürde Sheriff Tiraspol nehmen. Im dritten Qualifikationsrunde trifft Anderlecht zunächst am Donnerstag um 20 Uhr im heimischen Lotto Park auf den moldawischen Vizemeister, ehe das Rückspiel am 14. August (19 Uhr) folgt. Nur wer diese Runde übersteht, darf in den Play-offs um das Ticket für die neue League Phase der Conference League kämpfen.
Gegen Aris Limassol hat Anderlecht noch nie gespielt. Ganz anders sieht es gegen AEK Athen aus: Sechsmal standen sich beide Teams bereits gegenüber – mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Remis für die „Veilchen“. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings mehr als ein Jahrzehnt zurück: In der Europa-League-Gruppenphase 2011/2012 feierte der RSCA zwei klare Erfolge (4:1 und 2:1).
Für Sporting Charleroi ist der Europatraum hingegen bereits geplatzt. (belga/calü)

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