Die ersten zehn Julitage gehörten zu den sonnigsten seit Beginn der aktuellen Referenzperiode (1991–2020). Doch das Wetter zeigte sich launisch: Auf den strahlenden Auftakt folgte eine ungewöhnlich trübe dritte Monatsdekade. Insgesamt kamen dennoch 224 Stunden und 53 Minuten Sonnenschein zusammen – deutlich mehr als das langjährige Mittel von gut 203 Stunden.
Die Hitzewelle dauerte vom 28. Juni bis 2. Juli und brachte mehrere Tage mit Temperaturen von über 30 Grad. Danach normalisierten sich die Werte wieder. In Uccle lag die Durchschnittstemperatur im Juli bei 19,4 Grad und damit leicht über dem langjährigen Mittel von 18,7 Grad. Insgesamt gab es 13 Sommertage mit mehr als 25 Grad, während die Zahl der Tropentage mit zwei im üblichen Bereich lag.
Ein extremes Temperaturgefälle zeigte sich am 2. Juli um 15 Uhr: Während es in Middelkerke an der Küste nur 18,1 Grad hatte, kletterte das Thermometer in Diepenbeek auf rekordverdächtige 38 Grad.
Bemerkenswert: In Bütgenbach sank die Temperatur am 10. Juli nachts auf frische 4,3 Grad – fast schon herbstlich.
In Uccle fielen im Juli 80,6 Millimeter Regen an 14 Tagen – nahezu exakt der Durchschnitt. Es gab 15 Gewittertage, etwas mehr als die üblichen 13,2. Während die Küste mit nur 70 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge vergleichsweise trocken blieb, fiel in der Condroz im Zentrum Walloniens bis zu 150 Prozent mehr Regen als normal. (belga/calü)

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