„Ein kompletter Abschied vom Handball kam für mich nie infrage“, erklärt Kedziora. „Ich habe mich dazu entschieden, ins Trainerteam einzusteigen. Dabei geht es nicht direkt um Trainingsinhalte oder taktische Ausrichtungen. Ich will versuchen die Mannschaft zu unterstützen.“
Kedziora hatte während der vergangenen Saison, die für ihn verletzungsbedingt frühzeitig endete, bereits erste Einblicke in die Arbeit an der Seitenlinie bekommen: „Ich durfte als verletzter Spieler auf die Bank und konnte dem Trainerteam und meinen Mitspielern mit Ratschlägen helfen. Das gab mir ein gutes Gefühl und hat mir Spaß gemacht. In dieser Zeit holten wir viele Punkte und da dachte ich mir, so ich kann aufhören und Assistenstrainer werden.“
Seine Entscheidung fiel auch dank der Unterstützung einiger Weggefährten: „Mit zwei, drei Spielern hatte ich sehr viel Kontakt im Sommer. Sie haben mich schlussendlich auch überzeugt. Ich mache das für sie – und für mich.“
Für Kedziora bedeutet der Wechsel vom Spielfeld auf die Bank keinen Abschied, sondern einen Neubeginn: „Ich werde mich jetzt voll darauf konzentrieren können, meine Expertise weiterzugeben – vor allem an die Außenspieler. Ich musste mich als Spieler immer gleichzeitig auf meine eigene Leistung konzentrieren. Jetzt kann ich mich ganz auf die Mannschaft einlassen und mithelfen, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Sein Engagement wurde im Team mit Begeisterung aufgenommen: „Sie haben alle laut im Kreis geklatscht“, erzählt er in dem Gespräch.
Die Eupener Verantwortlichen sind überzeugt, dass Kedzioras große Erfahrung, seine Professionalität und seine Persönlichkeit der Mannschaft in der vierten Saison in der Super Handball League den entscheidenden Schub geben werden. Oder wie Kedziora selbst sagt: „Ohne Handball geht es nicht.“ (red/calü)

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