„Es zeichnet sich wieder die Möglichkeit ab, gemeinsam mit dem jordanischen Militär Hilfsgüter aus der Luft über Gaza abzuwerfen“, so Prévot. „Derzeit wird diese Option von Außenministerium, B-FAST und der Verteidigung intensiv geprüft.“
Die Lage im Gazastreifen bleibt katastrophal. Viele Menschen wurden durch anhaltende Kämpfe und Vertreibungen in kleine, überfüllte Zonen gedrängt. Prévot warnt eindringlich: „Ein falsch platzierter Abwurf kann tödlich sein – es besteht das Risiko, dass Menschen von Paletten getroffen werden. Ohne begleitende humanitäre Teams drohen auch Tumulte und Plünderungen.“
Zudem bestehe die Gefahr, dass Hilfsgüter in die Hände der Hamas gelangen – ein weiterer Grund, warum viele Länder den Luftabwurf skeptisch sehen. Auch internationale Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen bezeichnen die Luftmissionen als „Tropfen auf den heißen Stein“, da sie den Bedarf vor Ort kaum decken könnten.
Trotz der Überprüfung hält Belgien an seiner Präferenz für Hilfslieferungen über den Landweg fest. „An den Grenzübergängen stehen Tausende Tonnen Hilfsgüter bereit. Es würde nur wenige Sekunden dauern, um vom israelischen Militär grünes Licht für den Durchlass zu erhalten“, so Prévot.
Seit Sonntag erlaubt Israel unter bestimmten Bedingungen wieder UN-Hilfskonvois auf festgelegten Routen. Wie groß deren Wirkung ist, bleibt jedoch noch unklar. „Belgien wird jede Option sorgfältig abwägen, um die effizienteste und sicherste Lösung im Interesse der palästinensischen Bevölkerung zu finden“, so Prévots abschließendes Versprechen. (belga/calü)

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