„In der Modebranche ist die Laune ein wenig im Keller“, so die UCM. „Das Wort enttäuschend fiel bei den Rückmeldungen der befragten Händler deutlich häufiger als zufriedenstellend.“
Trotz des im Vergleich zum verregneten Juli 2024 deutlich freundlicheren Wetters war der Sommerschlussverkauf für viele Modegeschäfte ernüchternd. Die Laufkundschaft war zwar da – doch der Umsatz blieb oft hinter den Erwartungen zurück.
Ein Grund sei laut UCM die anhaltende Konkurrenz durch große Ketten, die das ganze Jahr über mit Rabatten locken. Dadurch verliere der offizielle Schlussverkauf im Juli an Relevanz – vor allem für kleinere, unabhängige Boutiquen. Hinzu komme der starke Zustrom günstiger Kleidung aus Asien, der den heimischen Textilhandel zusätzlich unter Druck setze. „Die Flut von Paketen aus Fernost überschwemmt unseren Markt“, erklärt UCM-Sprecherin Anne-Sophie Snyers. „Das spüren besonders die kleineren Geschäfte deutlich.“
Wesentlich zufriedener zeigten sich andere Branchen. Spezialisierte Einzelhändler wie Juweliere, Optiker oder Taschenläden konnten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr spürbar steigern. Auch hier spielte das gute Wetter eine Rolle – es trieb die Menschen in die Innenstädte und sorgte für eine positive Grundstimmung beim Einkaufen.
Der Sommerschlussverkauf endet offiziell am Donnerstagabend. (belga/calü)

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