Dabei wird Tomorrowland 2025 vielen als eine der aufregendsten und zugleich herausforderndsten Ausgaben in Erinnerung bleiben. Nur zwei Tage vor dem Start des ersten Festivalwochenendes brannte die ikonische Hauptbühne ab – ein Schock für Fans und Veranstalter gleichermaßen.
„Es war eine echte Achterbahnfahrt“, fasst Festivalsprecherin Debby Wilmsen die Situation zusammen. In Windeseile wurde eine neue, wenn auch kleinere Bühne errichtet. Diese sorgte durch ihre Nähe zum Publikum sogar für besonders intensive Momente. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv“, so Wilmsen.
Auch beim zweiten Festivalwochenende blieb die Ersatzbühne bestehen – mit einer kleinen, symbolischen Veränderung: Eine der Baukräne im Hintergrund wurde mit einem goldenen Schmetterling geschmückt, ein dezenter Hoffnungsträger inmitten der chaotischen Umstände.
Neben den technischen Herausforderungen sorgten auch tragische und politische Entwicklungen für Aufsehen beim diesjährigen Tomorrowland. So kam eine kanadische Festivalbesucherin ums Leben – mutmaßlich in Zusammenhang mit Drogenkonsum. Insgesamt leisteten die medizinischen Teams an beiden Wochenenden mehr als 3.500 Behandlungen; etwa 1,57 Prozent davon standen im Zusammenhang mit Drogen. 44 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden – meist wegen leichter Verletzungen, Brüchen oder Vergiftungen. Politisch brisant wurde es, als der israelische DJ Skazi seinen geplanten Auftritt am Samstag kurzfristig absagte. In einem Statement auf seinen sozialen Kanälen begründete er die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken und dem Wunsch, eine positive Atmosphäre zu wahren. Vorausgegangen war zunehmende Kritik an seiner öffentlichen Unterstützung für das israelische Militär, die insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Nahostkonflikts für Unruhe unter Festivalgästen sorgte.
Trotz allem bleibt das Fazit der Veranstalter positiv. Die Besucherzahl blieb hoch, die Stimmung ausgelassen – und die Sicherheitsmaßnahmen griffen nach dem Brand schnell und effektiv.
Mit dem Ausklang der letzten Beats begann noch in der Nacht zum Montag der Abbau der Bühnen. Auch der Festival-Campingplatz DreamVille wird im Laufe der Woche geräumt. Das Gelände im Erholungsgebiet De Schorre soll im August schrittweise wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (belga/calü)

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