Audi-Werk in Brüssel schrumpft weiter

<p>Ein Blick von oben auf das Audi-Werk in der Brüsseler Gemeinde Forest</p>
Ein Blick von oben auf das Audi-Werk in der Brüsseler Gemeinde Forest | Foto: belga

„Audi Brussels hat inzwischen die zweite Phase der Transformation erfolgreich abgeschlossen“, erklärte D’hoore. Seit Anfang Mai laufen die Rückbauarbeiten auf dem Werksgelände auf Hochtouren: Produktionsanlagen für Karosseriebau, Lackierung, Batteriemontage und Messtechnik wurden verkauft – ebenso wie das gesamte Mobiliar der Werkskantinen und des Restaurants.

Maschinen wandern weiter – auch Schulen profitieren

Einige Anlagen wurden bereits demontiert und an neue Standorte transportiert, wo sie weiterverwendet werden sollen. Die Produktionslinien und Maschinen erhalten damit an anderen Audi-Standorten eine zweite Lebensphase.

Auch die Belegschaft selbst konnte von der Auflösung profitieren: Mitarbeitende erhielten die Möglichkeit, IT-Ausstattung, Werkzeuge, Büromöbel, Fahrräder und Arbeitskleidung zu stark reduzierten Preisen zu erwerben.

Darüber hinaus zeigte sich Audi Brüssel sozial engagiert: Mehr als 35 Schulen und gemeinnützige Organisationen in Flandern, Brüssel und der Wallonie wurden mit gespendetem Büro- und IT-Material unterstützt. Ein besonderes Geschenk erhielt das technische Athenäum GO! in Halle: Die Schule bekam einen Audi Q8 e-tron – als Anschauungsobjekt und Lernmaterial für angehende Technikerinnen und Ingenieure.

Auch Batteriemodule werden weiterverwendet

Die letzten noch auf Lager befindlichen Fahrzeugteile wurden unterdessen verkauft. Die Batteriemodule des Q8 e-tron werden von Audi künftig zur Herstellung von Energiespeichersystemen genutzt – ein Teil der Komponenten bekommt damit ebenfalls ein zweites Leben.

Der Rückbau des Standorts ist Teil der umfassenden Schließungspläne, nachdem der Konzern Ende 2023 angekündigt hatte, die Produktion in Brüssel nach über 70 Jahren einzustellen. (belga/calü)

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