Bürgermeister Daniel Hilligsmann rief in seiner Ansprache zu mehr übergreifender Zusammenarbeit auf: „König Philippe rief uns in seiner Ansprache zum 21. Juli dazu auf, uns darauf zu besinnen, was wir als Belgier und Europäer gemeinsam erreichen können. Diese Sinneshaltung teile ich gerne: Gemeinsam, trotz vermeintlicher Unterschiede, und über Sprachen- und Landesgrenzen hinweg“, so der Bürgermeister in seiner Ansprache.
Des Weiteren ordnete Hilligsmann den Begriff „Nation“ ein, um den es am 21. Juli gehe. Gewisse Staatsrechtler betrachteten Belgien als einen zum Scheitern verurteilten Staat, da es nicht über gewisse verbindende Merkmale einer klassischen Nation verfüge. Dem widersprach der Bürgermeister: „Zwar glaube ich nicht, dass der belgische Staat perfekt ist. Unser Land ist im Laufe von 195 Jahren zu kompliziert geworden. Daran müssen wir arbeiten. Gleichzeitig glaube ich jedoch, dass Belgien im Laufe der Zeit auch vieles richtig gemacht hat. Die Belgier sind eine eingeschworene Schicksalsgemeinschaft, die ihre Interessen gemeinsam in die Hand genommen hat und die es dank des berühmten ‘belgischen Kompromisses’ bis heute geschafft hat, kulturelle Gruppen unterschiedlicher Sprachen und Hintergründe friedlich unter einem Dach zu vereinen - ohne ethnische Verfolgung oder Bürgerkriege.“ (red/pf)

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