Der Belgier startete von der Poleposition, verlor jedoch gleich in der ersten Kurve zwei Plätze und ging als Dritter in die erste Passage. Wenige Kilometer später eroberte er die Führung zurück, wurde aber zur Rennmitte vom Amerikaner Joe Roberts überholt. Der Fahrer des Teams Fantic Racing verteidigte seinen Vorsprung von rund einer Sekunde bis ins Ziel und gewann vor Baltus und dem Spanier Manuel Gonzalez. Gonzalez machte in der WM-Wertung einen wichtigen Schritt: Der Spanier (188 Punkte) liegt nun 25 Zähler vor Aron Canet, der das Rennen aufgeben musste. Baltus (134 Punkte) rückte auf Rang drei vor.

Der Spanier Marc Márquez fährt derweil unaufhaltsam seinem nächsten WM-Titel in der Motorrad-Königsklasse MotoGP entgegen. Nach seinem Sieg im Sprint am Samstag gewann der 32-Jährige in Brünn auch das Hauptrennen am Sonntag. Für Márquez war es bereits der achte Doppelsieg der Saison und der fünfte nacheinander. „Es war ein toller erster Teil der Saison, besonders die letzten Rennen. Ich fühle mich immer besser und fahre super“, sagte Márquez. Seinen Vorsprung nach der zwölften von 22 WM-Stationen auf seinen Bruder und ersten Verfolger Álex Márquez baute er in Brünn auf 120 Punkte aus. Ex-Weltmeister Francesco Bagnaia (Italien/alle Ducati) liegt auf Platz drei 168 Punkte zurück. Für einen Sieg gibt es 25 Punkte. Márquez' WM-Triumph dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.
Am Sonntag setzte sich Márquez, der seit 2019 auf seinen siebten Titel in der MotoGP wartet, vor dem Italiener Marco Bezzecchi (Aprilia) und seinem Landsmann Pedro Acosta (Spanien/KTM) durch. Pole-Setter Bagnaia kam nur auf Platz vier, Álex Márquez nach einem Unfall nicht ins Ziel. Titelverteidiger Jorge Martín (Aprilia), der nach dreimonatiger Zwangspause sein Comeback gab, fuhr auf dem Automotodrom Brno auf Platz sieben. Im Sprint hatte er als Elfter die Punkte verpasst. Der Spanier war Mitte April in Katar beim bisherigen Tiefpunkt einer Seuchensaison zum wiederholten Mal schwer gestürzt und hatte sich Verletzungen am Brustkorb mit mehreren Rippenfrakturen sowie einen Pneumothorax zugezogen. Vor seiner Rückkehr hatte er am Donnerstag einen mehrmonatigen Zwist beendet und bekannt gegeben, dass er auch 2026 für das Aprilia-Werksteam fahren wird. Zuvor hatte es von seiner Seite Bestrebungen gegeben, den Rennstall über eine Ausstiegsklausel zu verlassen. Weiter geht es nach einer Sommerpause mit dem Grand Prix von Österreich am 16./17. August. (belga/dpa/sc)

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