Remco Evenepoel stellt sich nach Tour-Aufgabe: „Nach der Dauphiné kein einziges Training“

<p>Der Tour-Samstag endete für Remco Evenepoel mit einer riesigen Enttäuschung.</p>
Der Tour-Samstag endete für Remco Evenepoel mit einer riesigen Enttäuschung. | Foto: Photo News

Evenepoel gab zudem Einblicke, wie schlecht seine Vorbereitung auf die Tour tatsächlich verlaufen war. „Es ging einfach nicht“, sagte ein blass wirkender Evenepoel am Samstagabend. „Einen schlechten Tag kann man mal haben, aber drei hintereinander – das kenne ich nicht. Aufzugeben war die beste Option. Klaas hat mir gesagt, ich soll aufhören.“

Schon seit Tagen zeigte seine Formkurve nach unten. „Abseits des Rads fühle ich mich nie wirklich schlecht, aber auf dem Rad geht es einfach nicht. Ich kann nicht die Wattzahlen treten, die ich müsste. Gestern war es schon deutlich: von weniger gut (Hautacam) über schlecht (Bergzeitfahren) bis heute katastrophal. Wenn sich das so fortgesetzt hätte, hätte ich mich nur komplett kaputtgefahren.“ Was genau mit ihm los sei, wisse er nicht, erklärte Evenepoel, betonte aber erneut seine schlechte Vorbereitung: „Im Winter hatte ich nach meinem Trainingsunfall im Dezember schon einen riesigen Rückstand. Und nach der Dauphiné – auch wegen einer Pollenallergie – hatte ich erneut eine schwierige Trainingsphase. Eigentlich konnte ich vor der Tour kein einziges richtiges Training absolvieren. Ich habe keine hohe Intensität vertragen.“ Bei seinem Ausstieg trug Evenepoel das Weiße Trikot – und stand den Tränen nahe: „Es war bisher schon ein extrem schwieriges Jahr. Nach all den Opfern klappt es jetzt wieder nicht. Wieder so ein Rückschlag. Das ist extrem hart.“ (belga/sc)

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