Arensman setzte sich vor Gesamtleader Tadej Pogacar und dem dänischen Titelverteidiger Jonas Vingegaard durch.
„Das war ein perfekter Tag für mich. Ich hatte tolle Beine und habe alles gegeben, was ich hatte“, sagte Arensman nach seinem ersten Etappensieg bei der Tour. „Es war unglaublich hart, vor allem bei diesen Bedingungen, aber genau solche Tage liebe ich.“
Für Remco Evenepoel endete der Tag bitter. Der belgische Doppel-Olympiasieger und Zeitfahr-Weltmeister, der zu Beginn der Pyrenäen noch auf Rang drei im Gesamtklassement lag, musste das Rennen vorzeitig beenden. Schon zu Beginn des ersten Anstiegs zum legendären Tourmalet konnte Evenepoel das Tempo der Favoriten nicht mitgehen und gab wenig später auf – rund 100 Kilometer vor dem Ziel. Der 25-Jährige, der bis dahin das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers getragen hatte, stieg ins Teamauto und reichte zuvor noch einem Kind am Streckenrand seinen Trinkflaschen-Bidon. „Ich war enttäuscht, aber ich hatte einfach keine Kraft mehr. Das war nicht mein Tag“, wurde Evenepoel von belgischen Medien zitiert.
Vom Aus des Belgiers profitierte Florian Lipowitz. Der 24-jährige Deutsche rückte auf den dritten Gesamtrang und übernahm auch das Weiße Trikot. Lipowitz wurde am Samstag Fünfter und liegt nun 7:53 Minuten hinter Tadej Pogacar und 3:40 Minuten hinter Jonas Vingegaard. „Natürlich ist das nicht der Weg, wie man klettern möchte, aber so ist Radsport. Ich bin stolz, jetzt auf dem Podiumsplatz zu stehen und das Weiße Trikot zu tragen“, sagte Lipowitz nach der Etappe.
Am Sonntag dürften sich die Top-Fahrer etwas zurückhalten. Auf den 169,3 Kilometern von Muret nach Carcassonne mit zwei Anstiegen der dritten und einem mittelschweren der zweiten Kategorie rechnen viele mit einer erfolgreichen Ausreißergruppe. (dpa/belga/sc)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren