Das berichten am Samstag mehrere flämische Tageszeitungen. Bisher galt: Wer betrunken am Steuer erwischt wurde, musste – je nach Promillewert – nur wenige Stunden pausieren, zusätzlich zu einer Geldstrafe.
Für übliche Autofahrer bedeutete das meist ein Fahrverbot von drei oder sechs Stunden, für Berufskraftfahrer teilweise sogar nur zwei Stunden. Das sei zu lasch, kritisiert der föderale Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés). In Abstimmung mit Polizei und Justiz führt der Minister nun eine erste Maßnahme ein, um Alkohol am Steuer „strenger und konsequenter zu bekämpfen“. Künftig gilt: Wer einen positiven Test ablegt, darf für zwölf Stunden nicht mehr fahren. „Das ist ein klares Signal: Wer trinkt und fährt, soll nicht am selben Tag wieder hinter dem Steuer sitzen“, so der Minister laut den Zeitungen.
Nach Ablauf der zwölf Stunden erhält man seinen Führerschein nur zurück, wenn ein erneuter Atemtest negativ ausfällt und die Polizei keine Anzeichen von Trunkenheit mehr feststellt. Crucke betonte zudem im Mobilitätsausschuss der Kammer, dass er ein striktes Alkoholverbot am Steuer grundsätzlich befürworte: „Das trägt nachweislich zur Verkehrssicherheit bei.“ (belga/sc)

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