Bergzeitfahren bei der Tour: Pogacar siegt – Evenepoel bangt um Podium

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Tadej Pogacar war auch am Freitag zu stark für die Konkurrenz. | Foto: Photo News

Bei seinem nächsten Etappenerfolg nahm Pogacar seinem größten Widersacher weitere 37 Sekunden ab. In der Gesamtwertung führt der Slowene nun mit einem Vorsprung von 4:07 Minuten vor Vingegaard, Evenepoel folgt mit bereits 7:24 Minuten Rückstand auf Platz drei. Nach einem schweren Zeitfahren muss er immer mehr um das Podium bangen – sein Vorsprung auf den erneut starken Florian Lipowitz schmolz auf nur noch sechs Sekunden.

Nach einer für ihn enorm harten Pyrenäen-Etappe am Vortag stand Remco Evenepoel mit Blick auf seinen Podiumsplatz unter Druck – gleichzeitig waren auch aufgrund seines Erfolgs beim ersten Einzelzeitfahren (5. Etappe) die Blicke auf ihn gerichtet.

Um 17.01 Uhr rollte der zweifache Olympiasieger von der Startrampe. Am ersten Zwischenpunkt (vier Kilometer) war er unterwegs zur Bestzeit und zehn Sekunden schneller als der bis dahin in Führung liegende Matteo Jorgenson (Visma–Lease a Bike). Dann stellten sich jedoch schnell die ersten Probleme ein.

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Jonas Vingegaard wiederum lag zunächst drei Sekunden hinter Evenepoel. Und Tadej Pogacar, der am Vortag sämtliche Konkurrenten zerlegt hatte? Der Slowene zog sofort an Evenepoel vorbei (um fünf Sekunden) und lag schon am ersten Zwischenpunkt acht Sekunden vor Vingegaard.

Evenepoel tat sich derweil schwer – und verlor immer mehr Zeit. Am nächsten Zwischenpunkt lag er 1:19 Minuten hinter Pogacar und war virtuell nur noch auf Platz fünf.

Kurz vor dem Ziel wurde er noch vom am Freitag ebenfalls starken Vingegaard überholt und verpasste sogar die Top 10. Mit einem Rückstand von 2:39 Minuten auf Pogacar landete er auf dem 12. Platz.

Am Samstag steht die dritte und letzte Hochgebirgsetappe an. Der 14. Tagesabschnitt verspricht erneut viel Spektakel. Die Rennfahrer müssen 4.950 Höhenmeter auf einer Distanz von 182,6 Kilometern zwischen Pau und der Bergankunft im Skigebiet Luchon-Superbagnères bewältigen - es ist die bislang größte Herausforderung der Frankreich-Rundfahrt. (mn/sid)

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