Ostbelgien war auch 2024 ein beliebtes Reiseziel

<p>Trotz eines kleines Verlusts im Vergleich zu 2023, sind die Zahlen auf einem vergleichsweise hohem Niveau.</p>
Trotz eines kleines Verlusts im Vergleich zu 2023, sind die Zahlen auf einem vergleichsweise hohem Niveau. | Grafik: GE-Media

Mehr als 230.000 Ankünfte verzeichneten die Anbieter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: 2023 waren es 239.000. Diese entsprechen mehr als 569.000 Übernachtungen – 577.000 waren es 2023. Damit kommen auf einen Einwohner der DG fast drei Touristen, genauer 2,7. Die von der Regierung genannten Zahlen stammen dabei aus den Daten des Wallonischen Instituts für Bewertung, Zukunftsforschung und Statistik (IWEPS) sowie dem DG-Gemeinschaftszentrum Worriken.

Die Einnahmen aus dem Übernachtungstourismus betrugen im Jahr 2024 knapp 59 Millionen Euro. „Die Zahlen zeigen eindeutig: Ostbelgien hat sich über die Grenzen hinweg als Tourismusregion etabliert. Unser Ziel ist es nun, weiterhin touristisch und strategisch zukunftsfähig zu bleiben. Das zeigt unsere Tourismusstrategie, die wir gemeinsam mit allen Tourismusbetrieben- und Akteuren in Ostbelgien auf die Beine gestellt haben“, wird Tourismusminister Gregor Freches (PFF) in einer Mitteilung zitiert.

Die Entwicklung belege außerdem, dass die Zunahme an Übernachtungsgästen mehr ist als ein Trend: In den vergangenen zehn Jahren haben die Übernachtungen in der DG um knapp 53,4 Prozent zugenommen.

Insbesondere in den vergangenen Jahren ist der Anteil der ausländischen Gäste kontinuierlich gestiegen, auf knapp die Hälfte aller Übernachtungen. „Der stetige Anstieg der internationalen Gäste zeigt, dass Ostbelgien nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch über die Landesgrenzen hinweg als attraktive Urlaubsregion wahrgenommen wird“, betont Minister Freches weiter. Die Gemeinden Bütgenbach (+8.400), Eupen (+2.538) und Büllingen (+2.140) konnten bei den Übernachtungen im Vergleich zu 2023 zulegen. Auch Kelmis und Lontzen verzeichnen eine leichte Steigerung, da hier einige neue Ferienwohnungen das Angebot an den Gast erweitern. Nahezu unverändert zum Vorjahr ist unterdessen die durchschnittliche Verweildauer von 2,45 Tagen, die einem Anstieg von 0,05 Tagen im Vergleich zu 2023 verzeichnen konnte.

Wie sieht es in Malmedy und Weismes aus?

Zur Destination Ostbelgien gehören auch die beiden Randgemeinden Malmedy und Weismes. Beide Kommunen sind touristisch stark. Auf Ebene der Destination Ostbelgien tragen sie zu nahezu der Hälfte aller Übernachtungen bei. In 2024 zählte Ostbelgien (also DG mit Malmedy und Weismes) insgesamt über 973.000 Übernachtungen und über 385.000 Ankünfte.

Die Einnahmen aus dem Übernachtungstourismus betrugen über 100 Millionen Euro (100.569.273 Euro). In Ostbelgien kommen damit 3,7 Touristen auf einen Einwohner. Auch in Ostbelgien gehören naturgemäß die Ferienmonate zur Hochsaison. Vor allem bei den Übernachtungen geht die Kurve in Juli und August deutlich nach oben. Viele Gäste verbringen ihren Jahresurlaub in Ostbelgien, sodass in den Monaten Juli und August die Verweildauer mit drei Nächten pro Aufenthalt über dem Durchschnitt liegt.

Hintergrund: Angebot wächst mit Nachfrage

Der Tourismus in Ostbelgien entwickelt sich weiter positiv. In fast allen Unterkunftskategorien wurden im vergangenen Jahr nach Angaben der Regierung steigende Übernachtungszahlen verzeichnet.

Besonders Ferienwohnungen blieben mit 461.501 Nächten die beliebteste Form der Unterbringung im Einzugsgebiet des „Hauses für Tourismus Hohes Venn-Ostbelgien“, das neben den neun deutschsprachigen Gemeinden auch Malmedy und Weismes umfasst.

Deutlich zugelegt haben auch Gruppenunterkünfte mit einem Plus von über 35.000 Übernachtungen und kamen somit auf 63.479 Nächte.

Hotels verzeichneten ebenfalls ein Wachstum, während Campingplätze und Gästezimmer (B&B) rückläufige Zahlen meldeten. Parallel zum Gästezuwachs wuchs auch das Angebot: Die Zahl der touristischen Unterkünfte in der DG stieg von 318 im Jahr 2019 auf 569 im Jahr 2024 – mit insgesamt über 7.000 verfügbaren Betten.

Dieser Anstieg ist laut der Mitteilung der DG-Regierung nahezu vollständig auf den Boom bei Ferienwohnungen zurückzuführen. Hotels und Campingplätze waren zahlenmäßig leicht rückläufig.

Umso wichtiger sei es, dass die Hotelbetriebe dennoch mehr Übernachtungen generieren konnten. „Mit dem Wachstum der touristischen Infrastruktur stellen wir sicher, dass Ostbelgien für verschiedene Zielgruppen attraktiv bleibt – vom Individualreisenden bis zur Großfamilie“, erklärt dazu der zuständige Tourismusminister Gregor Freches. (red/nc)

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