Statt einer großen Neupositionierung im Herbst findet am 13. September lediglich das bereits angekündigte „Festival der Ideen“ statt. Dies sei nun als „erstes Date mit der Zukunft“ gedacht – mit einem „glücklichen kleinen Unfall“ als Höhepunkt, so De Bleeker. Damit spielt sie auf den symbolischen Beginn des Erneuerungsprozesses an, der im Juni 2026 in der Geburt einer neuen Parteiidentität münden soll.
Anschließend will die Partei neun Monate lang intensiv an ihrer inhaltlichen und strukturellen Erneuerung arbeiten. „Wir sind wohl etwas zu früh auf den politischen Datingmarkt gegangen. Wir brauchen mehr Zeit“, räumte die Open VLD-Chefin ein. Die internen Umstrukturierungen nach der schweren Wahlniederlage im Juni hätten mehr Energie gebunden als gedacht.
Ursprünglich war im September ein Erneuerungskongress mit neuem Parteinamen geplant. Diesen forderten insbesondere viele lokale Parteigliederungen. Bei den letzten Gemeinderatswahlen traten zahlreiche Listen bereits unter regional geprägten Namen an. „Der alte Name wiegt schwer, das wissen wir“, so De Bleeker. Doch ein vorschneller Rebranding-Prozess komme nicht infrage: „Wenn wir etwas tun, dann richtig. Es muss stimmen. Es muss berühren. Nicht schnell-schnell, sondern punktgenau.“
Für das Jahr 2027 ist ein umfangreicher Programmparteitag geplant, um der neuen Linie ein inhaltliches Fundament zu geben. (belga/nc)

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