Einspruch erfolgreich – Olympique Lyon entgeht dem Zwangsabstieg

<p>Groupama-Stadion in Decines-Charpieu bei Lyon, Frankreich</p>
Groupama-Stadion in Decines-Charpieu bei Lyon, Frankreich | Foto: Photo News

Somit kann der Tabellen-Sechste der abgelaufenen Saison auch in der Europa League 2024/25 antreten. Die DNCG hatte ihre ursprüngliche Entscheidung unter anderem mit mangelnden Fortschritten bei der Konsolidierung der Vereinsfinanzen begründet. Medienberichten zufolge belaufen sich die Schulden des Vereins auf mehrere Hundert Millionen Euro. Schon Ende 2024 war Lyon wegen dieser Lage unter Bewährung gestellt worden.

Ende Juni folgte dann der zunächst vollzogene Zwangsabstieg. Im Anschluss daran trat Klubbesitzer John Textor von seinen Leitungsfunktionen zurück. Die neue Führung übernahm Michele Kang, zuvor Mehrheitseignerin des OL-Frauenteams. Sie führt nun auch Textors Holding „Eagle Football“, über die der Klub kontrolliert wird. In einer Stellungnahme zeigte sich der Verein erleichtert über die Entscheidung des Berufungsgremiums und dankte für die „Anerkennung der Ambitionen der neuen Vereinsführung“. Man werde nun alles daransetzen, das Vertrauen in den Klub wiederherzustellen und die sportlichen Ziele in Angriff zu nehmen. Kang und der Investmentfonds ARES arbeiten laut „RMC Sport“ daran, kurzfristig frisches Kapital in Höhe von 100 Millionen Euro bereitzustellen. Textor selbst hatte noch vor seinem Rücktritt angekündigt, in Berufung zu gehen, um zu beweisen, dass der Klub über ausreichend Liquidität verfüge, um erstklassig zu bleiben. Diese Argumentation überzeugte nun offenbar das Berufungskomitee. (kupo/sid)

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