Im finalen Anstieg über knapp vier Kilometer mit durchschnittlich 8,3 Prozent Steigung setzte zunächst Kévin Vauquelin zur Attacke an. Doch Almeida und der Brite Oscar Onley konterten kraftvoll. Vauquelin, der für das Team Arkéa-B&B Hotels fährt, musste sich zwar geschlagen geben, konnte aber sein Gelbes Trikot erfolgreich verteidigen.
Auch Julian Alaphilippe (Tudor) zeigte sich aktiv, konnte im Finale aber nicht mehr ganz mithalten. In der Gesamtwertung führt Vauquelin nun mit 33 Sekunden Vorsprung auf Almeida. Alaphilippe folgt mit 41 Sekunden Rückstand auf Rang drei, Onley ist Vierter (+1:19), der Belgier Ilan Van Wilder liegt mit über vier Minuten Rückstand auf Platz neun.
Das Rennen war geprägt von einer frühen Fluchtgruppe mit Fahrern wie Junior Lecerf, Tiesj Benoot, Quinn Simmons und Frank van den Broek. Der US-Meister Simmons attackierte 22 Kilometer vor dem Ziel am Bürgenstock-Anstieg, wurde später aber von der Verfolgergruppe mit Almeida, Onley, Gall und Co. eingeholt. Für seinen beherzten Einsatz wurde er mit der Auszeichnung für die kämpferischste Leistung geehrt.
In der letzten Steigung schien Felix Gall die Vorentscheidung herbeiführen zu wollen, wurde jedoch kurz vor dem Ziel wieder eingeholt. Vauquelins Tempoverschärfung unter der 500-Meter-Marke brachte ihn nicht mehr entscheidend nach vorn – Almeida hatte den besten Punch im Finale.
Am Sonntag folgt das große Finale: ein Bergzeitfahren über zehn Kilometer, das den Gesamtsieg entscheiden wird. (belga/calü)

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