Die große Infantino-Show hat begonnen – da kann selbst Messi nicht mithalten

<p>Lionel Messi (rechts) von Inter Miami und Mohamed El Shenawy von Al-Ahly FC begrüßten sich vor dem Spiel.</p>
Lionel Messi (rechts) von Inter Miami und Mohamed El Shenawy von Al-Ahly FC begrüßten sich vor dem Spiel. | Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa

Die Bässe wummerten, Laser zuckten durch die Luft, Flammen-Fontänen sprühten und bei der gigantischen Eröffnungs-Show der Klub-WM durfte natürlich auch ein riesiges Feuerwerk nicht fehlen. FIFA-Boss Gianni Infantino lächelte zwischen Legenden wie Ronaldo, David Beckham oder Roberto Baggio selig auf der Tribüne, als sein Milliarden-Spektakel in Miami begann. Bei dieser Performance konnte hinterher selbst ein Lionel Messi nicht mithalten.

„Dieses Turnier wird der Beginn von etwas Historischem sein, das unseren Sport zum Besseren verändern wird“, sagt Infantino über das XXL-Turnier, es ist sein Baby. Und der 55-Jährige dürfte erleichtert gewesen sein, dass zum Start 60.927 Fans im Stadion waren - auch wenn nicht bekannt ist, wie viele davon die 349 US-Dollar bezahlt haben, die im Dezember für einen Sitzplatz aufgerufen wurden. Zuletzt wurden die Tickets ja gewissermaßen verramscht, damit das Hard Rock Stadium eine würdige Kulisse für das Turnier bietet.

Miami ist ja bekanntlich so etwas wie die Party-Hochburg der USA, und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Die Eröffnungsfeier sei „unendlich viel unterhaltsamer“ gewesen als die anschließende Partie zwischen Messis Inter Miami und dem ägyptischen Rekordmeister Al-Ahly, die 0:0 ausging, schrieb The Guardian. Stars wie Pitbull, Vikina oder French Montana heizten den Fans bei dem funkelnden Glamour-Event ordentlich ein.

<p>FIFA-Präsident Gianni Infantino</p>
FIFA-Präsident Gianni Infantino | Foto: Lynne Sladky/AP/dpa

Stolz war an diesem Abend nicht nur Infantino auf das, was er da vermeintlich Tolles erschaffen hatte, sondern auch die ägyptischen Fans. Ihr Team Al-Ahly durfte gegen Messi spielen, den großen alten Mann des Weltfußballs. Gut 10.000 von ihnen machten ordentlich Stimmung, Nationalspieler Trezeguet hatte sogar die Chance auf den Sieg - scheiterte aber mit einem Foulelfmeter an Inters Torwart Oscar Ustari (43.).

Dennoch betonte Miamis Trainer Javier Mascherano: „Wir waren deutlich besser, wir waren stark im Umschaltspiel, haben das Spiel kontrolliert und hatten Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen.“ Denn nach Pause drehten Messi und Co. ein bisschen auf, der Weltmeister aus Argentinien höchst selbst schlenzte einen Freistoß an den Pfosten (64.).

Und fast hätte es noch diesen einen echten Messi-Moment gegeben: Doch seinen sehenswerten Schlenzer aus der Distanz in der Nachspielzeit lenkte Al-Ahly-Torwart Mohamed El-Shenawy noch an die Latte (90.+6). Es wäre der perfekte, fast zu kitschige Abschluss gewesen zum Start in das höchst umstrittene Milliarden-Turnier - doch selbst ein Infantino kann wohl nicht alles haben. Und so schrieb The Telegraph: „Die ungeliebte Klub-WM bekommt das Eröffnungsspiel, das sie verdient“. (sid/calü)

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