Nach einem schwachen ersten Satz, in dem Mertens kaum Zugriff auf das druckvolle Spiel der Russin fand, drehte sich das Blatt. Alexandrova, Titelverteidigerin von 2022 und 2023, agierte plötzlich fehleranfälliger. Doch auch in der zweiten Runde blieb es dramatisch: In einem nervenaufreibenden Tiebreak rettete sich Mertens mit 9:7 in den dritten Satz.
Dort zeigte die Weltranglisten-25. Kämpferqualitäten und behielt nach insgesamt 2 Stunden und 51 Minuten die Oberhand – eine echte Kraftprobe.
Mertens greift damit nach ihrem zehnten WTA-Einzeltitel. In diesem Jahr war sie bereits in Singapur erfolgreich, hat jedoch auch schon sechs WTA-Finals in ihrer Karriere verloren. Das Turnier in Rosmalen ist zugleich ihr erstes auf Rasen in dieser Saison, nachdem sie bei den French Open bereits in der ersten Runde gegen die spätere Überraschungssiegerin Loïs Boisson ausgeschieden war.
Im Doppel trat Mertens in Rosmalen ebenfalls an, gemeinsam mit ihrer Partnerin Veronika Kudermetova (RUS). Als topgesetztes Duo gaben sie jedoch vor dem Halbfinale verletzungsbedingt auf.
Wer Mertens im Endspiel am Sonntag gegenübersteht, entscheidet sich zwischen der Rumänin Elena Gabriela Ruse (WTA 80) und der Italienerin Elisabetta Cocciaretto (WTA 123), die das zweite Halbfinale bestreiten. (belga/calü)

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