Der zweifache Olympiasieger absolvierte das 17,4 Kilometer lange Einzelzeitfahren zwischen Charmes-sur-Rhône und Saint-Péray in 20:50 Minuten – das entspricht einem Schnitt von 50,1 km/h. Der Däne Jonas Vingegaard belegte mit 21 Sekunden Rückstand den zweiten Platz, der US-Amerikaner Matteo Jorgenson wurde mit 38 Sekunden Rückstand Dritter.
Eine Schlappe musste Tour-Champion Tadej Pogacar einstecken. Der slowenische Ausnahmekönner war als Vierter nicht nur 49 Sekunden langsamer als Evenepoel, sondern auch im Duell mit seinem großen Rivalen Jonas Vingegaard 28 Sekunden im Hintertreffen. Das dürfte Pogacar mit Blick auf das lange Tour-Zeitfahren am 9. Juli in Caen über 33 Kilometer gar nicht gefallen.
Evenepoel übernahm durch seinen Parforceritt das Gelbe Trikot vom Spanier Ivan Romeo, der nun neun Sekunden zurück Dritter ist. Vingegaard liegt mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf Platz fünf, Pogacar (0:38) ist nur Gesamtachter. Das verspricht Spannung für die anstehenden Bergetappen.
„Wir hatten eine perfekte Strategie. Ich bin sehr glücklich und stolz über den Sieg. Es ist der 1.000. unseres Teams. Dieser Erfolg ist für Patrick (Ex-Teamchef Lefevere, A. d. R.). Ich bin besser als letztes Jahr, ich habe hart gearbeitet“, sagte Evenepoel. Zufrieden war auch Vingegaard: „Remco ist der beste Zeitfahrer der Welt. Zeit auf Tadej zu gewinnen, damit kann ich glücklich sein. Es ist immer besser, vorne zu sein als hinten.“
Die schwere Rundfahrt, die am Sonntag auf dem Plateau du Mont-Cenis endet, ist quasi die Generalprobe für die Tour de France vom 5. bis 27. Juli. Am Donnerstag bekommen die Sprinter ihre letzte Chance. Auf den 183 Kilometern zwischen Saint-Priest und Mâcon müssen sie dabei drei Anstiege der dritten und einen der vierten Kategorie überstehen. (mn/belga/dpa)

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